Sehr freundlich wurde ich dann von dem einzigen englischsprechenden Offizier in das Zollamt geführt um die Papiere des Hundes zu erfassen.
War eine sehr nette Unterhaltung, er klärte mich endlich auf: Ukraine is a dangerous country! Do you know the movie "Hostel"?
Im Endeffekt wollte er nur 5 Euro von mir für die Untersuchung meines Hundes. Quittung gab´s natürlich keine!
Da er den Hund nicht mal angeschaut hat, wollte ich ihn eigentlich bitten ihn doch für die 5 Euro wenigstens zu küssen, hab ich mir dann aber doch verkniffen.
Endlich in der Ukraine!!! War ja schon 28 Stunden unterwegs und musste auch an dem Tag / Nacht noch bis Kiew kommen, da dort meine Freundin Nat auf mich wartete um die letzten 500 km nach Dnipropetrowsk zu fahren. Von der Grenze waren es noch lächerliche 700 km bis Kiew.
Die Strassen sind unglaublich, wenn man das nicht selbst gesehen hat, glaubt man es nicht!!! Schlaglöcher von 3m Durchmesser und bis zu einem Meter tief. Da kann man schon mal eine Achse verlieren....
Nach knapp 200 km kam dann noch starker Wind und Schneefall dazu. Schneeverwehungen, Glatteis, Löcher und jede Menge Trucks unterwegs nach Kiew. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug ca. 30 km/h. Immer wieder längere Stopps im Nirgendwo da ständig umgekippte Trucks oder schwere Unfälle die Strasse blockierten. Ich dachte echt ich schaff´s nicht mehr, aber irgendwie ging es dann doch und ich war gegen Mitternacht in Kiew. (Sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ignoriert und auch mal mit 130 in der Ortschaft an der Polizei vorbeigerauscht.
Ab Kiew fuhr dann Nat, aber es wurde dann wieder sehr übel mit dem Schnee. Nach weiteren 9 Stunden hatten wir dann endlich unser Ziel erreicht. Nach 50 Stunden Fahrt konnte ich endlich in´s Bett fallen. Die MT´s entpuppten sich als die besten Reifen für den Trip, denn selbst da wo andere 4x4 nicht mehr weiterkamen, der XP wühlte sich durch!
Bis jetzt keine Ausfälle am XP, aber neue Dämpfer wird er wohl bald brauchen!
Am 30. war Schlafen angesagt, und an Sylvester hat uns ein Freund von Nat eingeladen. War wirklich bombastisch! Essen, Trinken, Party! Die wissen wie man feiert!
Die Strassen und der Verkehr, unglaublich! Bin sehr froh, daß Nat hier in der Stadt fährt. Kann mir nicht vorstellen hier ohne Geländewagen unterwegs zu sein. Man sieht auch die neuesten Autos schon mit durchgeschlagenen Dämpfern rumhoppeln.
Das Essen ist fantastisch und die Menschen sind ausgesprochen gastfreundlich. Es ist ein weites und schönes Land und zum offroaden muß man nicht mal die Strasse verlassen.
Ich werde auf jeden Fall noch bis Weihnachten bleiben (7. Januar), und hoffe daß der XP uns genauso gut wieder nach Hause bringt.
Hab hier leider nur Internet im Büro von Nat, aber ein paar Fotos stell ich schon mal rein. To be continued....
























