Motor geht bei feuchtem Wetter nach dem Anlassen sofort aus

Aktuelle Diskussionen zu Motoren und Getrieben
Antworten
Benutzeravatar
Interflieger
Beiträge: 2905
Registriert: 04.09.2005 20:43
Wohnort: Leipzig und Hergershausen

Motor geht bei feuchtem Wetter nach dem Anlassen sofort aus

Beitrag von Interflieger »

Hallo zusammen,

mein 99-er springt nach wie vor zuverlässig an, geht bei feuchtem Wetter dann aber sofort wieder aus, sobald man vom Gas geht. Je nach Feuchtigkeit geht das 7-8 mal so, bevor er sich entschliesst, im Standgas zu laufen. Selbst wenn man es schafft, schnell genug den Automatikhebel zu bedienen, damit man mit viel Gas losfahren kann, ist er sofort wieder aus, sobald man vom Gas geht. Hat jemand ne Idee, wie ich ihm das abgewöhnen kann? das wird nämlich sonst im kommenden Herbst und Winter echt lästig.
Zusätzlich beschlagen beim Anspringen übrigens sofort innen die Scheiben.
Also ich bin für jede Idee dankbar.....muss sonst den ganzen Winter Kübel fahrn... :D
--

BMW 520d, Bj. 2017
Dacia Duster 4x4, 2013, dci110
Trabant P601A Kübel, 1972, mit WAF und CAF, powered by VEB Sachsenring Zwickau
Triumph Tiger 900, 1994
Benutzeravatar
Haggi
Beiträge: 105
Registriert: 24.07.2005 20:13
Wohnort: Kempten

Beitrag von Haggi »

Also das Beschlagen der Scheiben innen kommt von der Klimaanlage und ist ganz normal.

DAs Ausgehen nicht. Hört sich nach einem Feuchtigkeitsproblem an: z.B. Zündkabel
Viele Grüße

Haggi
______________________________________
XP II - EZ 1996 - 4.0l OHV

Bild
Benutzeravatar
Michl
Beiträge: 533
Registriert: 24.07.2005 20:48
Wohnort: Pegnitz, Fränkische Schweiz
Kontaktdaten:

Beitrag von Michl »

Hallo,

ja das hatte ich auch schon, da war aber der Marder schuld der hatte die Kabel so Angebissen das man nix sah erst als es dunkel war und die motorhaube offen, da sah man die Blauen Blitze fliegen und bei feuchtigkeit erst recht, kann aber auch irgendwo feuchtigkeit im Zündsystem sein, Verteiler usw. oder Luftfilter undicht, das da vieleicht Nässe rein kommt.
:?
Aber die Profis hier wissen sicher Rat. 8)
Gruß
Michl
Wo Wir stecken bleiben "Kommen andere erst gar nicht Hin"
4 X 4 Grüße
Michl
XP I OHV EZ 93, 121Kw
Aufgelastet, AHK, Geolandar AT 225/70/R15
Euro 2 mit KLR
Benutzeravatar
Crizz
Beiträge: 1220
Registriert: 24.07.2005 21:14
Wohnort: Haiger (35708)
Kontaktdaten:

Beitrag von Crizz »

Wenn die Klimaanlage abgeschaltet ist ( und auch bei der letzten Fahrt abgeschaltet war ) ist das Beschlagen der Scheiben nicht normal. In dem Fall wäre Feuchtigkeit in den Lüftungsschächten. Bei den meisten ist die Ursache ein defekter / undichter Wärmetauscher. Die Flüssigkeit wird dann durch den Luftstrom in den Innenraum getragen.

Also zuerst prüfen, das die Klima definitiv "aus" ist - was nur in der Stellung "Panel" oder "Floor" der Fall ist, in allen anderen Stellungen wird der Klimakompressor kurzzeitig zugeschaltet.

Dann überprüfen, ob am nächsten Tag das Phänomen immernoch auftaucht.

Falls nein, einfach ca. 3 - 5 min. vor Fahrtende die Klimaanlage ausschalten, dann reicht der Luftstrom aus, um Kondensfeuchtigkeit durch die Wärmeänderung in den Lüftungsschläuchen zu beseitigen und die nächste Fahrt startet mit freien Scheiben.
z.zt.leider ohne Explorer..... Historie : 90er XLT Shifter, 98er XLT, 2006er Eddie Bauer V8
Benutzeravatar
HGW
Beiträge: 1980
Registriert: 21.07.2005 20:09

Beitrag von HGW »

Hallo Interflieger,

> Selbst wenn man es schafft, schnell genug den Automatikhebel zu
> bedienen, damit man mit viel Gas losfahren kann, ist er sofort wieder
> aus, sobald man vom Gas geht. (...)

falls Du auf diesem Weg mit hoher Drehzahl aus dem Leerlauf (P oder N) einen Gang zum Anfahren einrasten lässt, muss ich Dir leider sagen, dass dies der direkte Weg zum Getriebetod ist... Für die Ford-Automatikgetriebe ist das Gift! :o

Ich kann mir denken, dass dieser Hinweis im Augenblick das letzte ist, was Dir morgen früh beim Start weiterhelfen wird - aber vor dem Folgeschaden möchte ich Dich einfach bewahren...

Zum Feuchtigkeitsproblem kann ich leider wenig sagen.
Omnes viae Schöffengrundam ducunt

Ford Explorer SOHC Bj. 98
Benutzeravatar
Crizz
Beiträge: 1220
Registriert: 24.07.2005 21:14
Wohnort: Haiger (35708)
Kontaktdaten:

Beitrag von Crizz »

Zu dem Kalt-Leerlauf gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ist denn schonmal der Fehlerspeicher ausgelesen worden ? ( geht die Check-Engine-Leuchte an, wenn der Motor abstirbt ? )

Als mögliche Ursachen fallen mir da ein : Ansaugkrümmerdichtung, Zündkabel, Leerlaufregelventil, Drosselklappen-Poti, ...
z.zt.leider ohne Explorer..... Historie : 90er XLT Shifter, 98er XLT, 2006er Eddie Bauer V8
Benutzeravatar
Interflieger
Beiträge: 2905
Registriert: 04.09.2005 20:43
Wohnort: Leipzig und Hergershausen

Beitrag von Interflieger »

Vielen Dank erstmal für die Tips, ich werde Euch auf dem Laufenden halten, was es nun wirklich war. Da ich das Fahrzeug erst seit 4 Wochen habe, geht er morgen erstmal zum verkaufenden Ford-Betrieb, da ja noch reichlich Garantie drauf ist. Sollen die ruhig zeigen, was sie wirklich drauf haben. Danach kann ich immer noch selbst suchen.

Lieber HG, danke für den wichtigen Hinweis, das war die letzten 2 Tage eine Frage des Timings, den Gang immer so knapp wie möglich vor dem Ausgehen des Motors reinzunehmen, da ich diese Anfälligkeit der Ford-Getriebe auch schon kannte. War nur etwas missverständlich im ersten Posting formuliert.. :D
--

BMW 520d, Bj. 2017
Dacia Duster 4x4, 2013, dci110
Trabant P601A Kübel, 1972, mit WAF und CAF, powered by VEB Sachsenring Zwickau
Triumph Tiger 900, 1994
Benutzeravatar
Michl
Beiträge: 533
Registriert: 24.07.2005 20:48
Wohnort: Pegnitz, Fränkische Schweiz
Kontaktdaten:

Beitrag von Michl »

@ Interflieger,

dann schau gleich mal ob deiner Motorbremswirkung hat, wenn nicht lass das gleich auf Garantie mit machen siehe Link. 8)

http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=267

Gruß
Michl
Wo Wir stecken bleiben "Kommen andere erst gar nicht Hin"
4 X 4 Grüße
Michl
XP I OHV EZ 93, 121Kw
Aufgelastet, AHK, Geolandar AT 225/70/R15
Euro 2 mit KLR
Benutzeravatar
HGW
Beiträge: 1980
Registriert: 21.07.2005 20:09

Beitrag von HGW »

Hallo Interflieger,

> War nur etwas missverständlich im ersten Posting formuliert..

da bin ich wirklich beruhigt. :)

Viele wissen nicht, dass sie damit ihr Getriebe riskieren (bei schwächer motorisierten Fahrzeugen wird auf diese Weise gerne mal ein Kavalierstart an den Ampel "provoziert" - oft genug sind es diejenigen, die sich hinterher in Foren ausk.... wie schlecht die Ford-Getriebe sind, weil sie ja nichts aushalten).

Das habe ich in Deinem Fall natürlich nicht angenommen, hier hätte ich auch ein gewisses Verständnis gehabt, wenn man anders nicht von der Stelle gekommen wäre... ;)

Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine Werkstatt den Fehler findet! :)
Omnes viae Schöffengrundam ducunt

Ford Explorer SOHC Bj. 98
Benutzeravatar
Interflieger
Beiträge: 2905
Registriert: 04.09.2005 20:43
Wohnort: Leipzig und Hergershausen

Hurra, es ist vollbracht

Beitrag von Interflieger »

So, wie versprochen, hier die Auflösung des Rätsels. Nach dem Wechsel des Leerlauf-Regelventils läuft er jetzt wieder so, wie man das erwarten kann. :)

Die Probleme mit der Motorbremse habe ich mit meinem Dicken überhaupt nicht, der bremst so, wie er soll.

Bei der Gelegenheit des Werkstatt-Besuchs wurde übrigens auch gleich der Steuerketten-Spanner montiert (Der Rückruf dazu ist ja auch grad erst 5 Jahre her :wink: ) Der Vorbesitzer hat das wohl nicht wirklich für nötig gehalten. Erstaunlich ist nur, dass es sich hier um denselben Ford-Betrieb handelt, der den Neuwagen damals verkauft hat und den Erstbesitzer auch angeschrieben hat. Warum man dann den Wagen vor 4 Wochen an mich verkauft hat, ohne das gleich der Spanner eingebaut wurde, bleibt ein Ford-Geheimnis...aber however, jetzt funzt wieder alles...
--

BMW 520d, Bj. 2017
Dacia Duster 4x4, 2013, dci110
Trabant P601A Kübel, 1972, mit WAF und CAF, powered by VEB Sachsenring Zwickau
Triumph Tiger 900, 1994
Antworten