Achswelle vorn

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Ramius
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Achswelle vorn

Beitrag von Ramius »

Mir kam heute folgende Frage hoch.

Während meiner Urlaubsfahrt hatte ich ja einen vermuteten VA-Diffschaden, der sich glücklicher Weise als Radlagerschaden entpuppte.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich den Plan, die Achswellen vorn auszubauen um weiter zu fahren, ohne das sich das Diff mit dreht.
In das offene Diff hätte ich Putzlappen gesteckt, Tüten drüber und mit Kabelbändern zu geschnürt.

Kann man überhaupt ohne die vorderen Achswellen fahren oder brauchen die Radlager den Druck den die Zentralmutter auf der Achswelle ausübt.
Immerhin würde die Radnabe in dem Fall ja nur noch von den 3 (10er Schrauben?) gehalten.
Das war für mich immer so ne Art "Notfallplan" wenn mal das VA Diff klemmt.
Mir kommen da so Zweifel! Ich glaub...ein schei§§ Plan. :?
Es grüsst der Ramius.
Fährt nur noch Rad
Falk

Beitrag von Falk »

Hätte ich keine Probleme.

Das Rad hängt an der Nabe und die Nabe an den drei Schräubchen - ob mit oder ohne Antriebswelle .....

Die Antriebswelle wird nur durch die Zentralmutter in das Lager gepresst. Ansonsten ist die ja auch nur eher lose in´s Diff gesteckt.
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Ramius
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Beitrag von Ramius »

Mich überkam der Gedanke heute in einer Werkstatt, da hatten die einen T4 ohne Achswellen und durften den nicht mal schieben! :shock:
Es grüsst der Ramius.
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Hallo Ramius.
Die Antriebswelle hat ja keine tragende Funktion.Die Nabe/Achslagerblock ist mit drei M10-Schrauben in der Aussparung des "Steering Knuckle" verschraubt.Diese Anordnung sollte eigentlich die auftretenden Kraefte aufnehmen.
Gruss. Wolfgang
XPII,gebaut 7/1997,EZ 11/97,SOHC, ICOM Gasanlage seit 11/2006,brown wire mod.
Falk

Beitrag von Falk »

Ich denke mal, an den beiden Fotos sieht man das, wo sich die Antriebswelle von innen gegen die Nabe presst.
Nur gegen den Innenring bzw. die sich drehende Radaufnahme:

Irgendwer hatte doch mal so´ne Nabe aufgeschnitten - da sollte man genau sehen wo und wie das Rad dranhängt.
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Ramius
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Beitrag von Ramius »

Wolfgang G. hat geschrieben: Die Antriebswelle hat ja keine tragende Funktion.
Stimmt Wolfgang, tragende Funktion nicht aber wird nicht das Radlager gewissermassen fixiert.
Es grüsst der Ramius.
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Die Nabe ist in den Lagerblock eingepresst.Der innere kleinere Ring im Lager auf Bild 2 ist das innere Ende der Nabe.
Die Antriebswelle ist im Diff. nur gesteckt und wird achsial nicht belastet.
Gruss. Wolfgang
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Falk

Beitrag von Falk »

Die Schnittbilder habe ich gefunden.
Leider geht da auch nicht daraus hervor, wie die Radaufnahme im Inneren fixiert ist.

Die muss aber auf alle Fälle so fest sein, dass sie praktisch auf ewig da drin hält.
Sonst wanderte ja irgendwann das Rad mitsamt der Achswelle nach außen.


@Ramius ..... haste dein altes Lager noch ?
Der Forscherdrang ist geweckt ....... :D
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Ramius
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Beitrag von Ramius »

Altes Radlager hab ich noch! :D

Also kann der Notfallplan aufrecht erhalten werden!
Es grüsst der Ramius.
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Die Nabe ist durch das innere und aeussere Lager gepresst.Die Lager sind jeweils entgegengesetzt konisch wie im Schnittbild zu sehen.Dadurch wird die Nabe in Position gehalten.
Wie fest das ist merkt man,wenn man versucht,die Nabe aus den Lagern zu pressen.
Gruss. Wolfgang
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Offroad Factory
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Beitrag von Offroad Factory »

Zur Not würde ich die Welle ausbauen und das äussere Gelenk soweit zerlegen das nur noch der äussere Stummel mit dem leeren Gelenkkorb im Radlager verbleibt. Damit ist das Lager wieder geschlossen und die Mutter kann wieder angezogen werden. Im Differential sollte man dann entsprechend für Abdichtung sorgen und die vordere Kardanwelle vorsichtshalber entfernen falls man nicht sicher ist das der Antrieb 100% steht.
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Falk

Beitrag von Falk »

Offroad Factory hat geschrieben:Zur Not würde ich die Welle ausbauen und das äussere Gelenk soweit zerlegen das nur noch der äussere Stummel mit dem leeren Gelenkkorb im Radlager verbleibt.
DAS wäre natürlich die Methode "100%-sicher". Damit kommt man auch von Timbuktu wieder heim :)

Gleichlaufgelenke lassen sich ja relativ einfach auseinandernehmen.
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