Risiko beim Kettespannerwechsel???

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RIZI68
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Risiko beim Kettespannerwechsel???

Beitrag von RIZI68 »

Wollte gestern eine freie Werkstatt mit dem Wechsel des vorderen und hinteren Kettenspanners beauftragen. Die lehnte aber mit der Begründung ab, dass die neuen Spanner zu viel Druck auf die "alte" Kette ausüben könnten und mit Folgeschäden zu rechnen ist. Ist das richtig? Wer hat Erfahrung damit? Bin für jeden Ratschlag dankbar....
"Achtung Gas"

Explorer EZ 01/97 mit BRC-Gasanlage
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Ramius
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Beitrag von Ramius »

Hallo RIZI68,
da ist gewissermassen was dran!
Mir persönlich ist ein Fall bekannt, bei dem innerhalb von 1000km nach dem Spannerwechsel die Gleitschienen gebrochen sind und daraus ein kapitaler Schaden entstand.
Mit diesem Hintergrundwissen liess ich letzten Sommer nach Auftreten von Rasselgeräuschen auch nur die Spanner wechseln.
Die ersten 1000km waren schon richtig spannend. :D
Mittlerweile sind es über 10tkm, eine Alpentour und eine Saharatour.
Alles ohne jegliches Rasseln oder Probleme.
Kann also sooo :) oder dummerweise auch sooo :x enden.
Generell würde ich die Sache aber nicht so negativ sehen.
Aus der Sicht der Werkstattleute ist das Ganze jedoch nachvollziehbar.
Aus irgendetwas um die 200 Euro Umsatz können ganz schnell tausende von Regressforderung werden. Da haben die keinen Bock drauf.
Zuletzt geändert von Ramius am 08.05.2007 17:23, insgesamt 1-mal geändert.
Es grüsst der Ramius.
Fährt nur noch Rad
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haro
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Re: Risiko beim Kettespannerwechsel???

Beitrag von haro »

Hallo,

bei mir hat die erste FORD-Werkstatt mit gleicher Begründung den Wechsel verweigert (die Teile haben sie mir wohl verkauft).
Bin dann zum nächsten "Pflaumenmann" in der Nähe; der hat ohne Nachfrage die mitgelieferten Spanner gewechselt.

Inzwischen ca. 20 Tkm ohne besondere Vorkommnisse.

Ich werte dieses Verhalten Deiner Werkstatt aber durchaus positiv, die Jung's denken zumindestens nach, bevor sie ans Werk gehen (was in deutschen Werkstätten leider nicht selbstverständlich ist).

Viele Grüße
Hartmut
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Wenn Wahlen wirklich etwas ändern würden, wären sie längst verboten.
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U34 1997 Highclass (SOHC);
Schadstoffarm D3I
Gasanlage; 92 l Unterflurtank
Brink AHK
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

ich denke eher die hatten keinen Bock.. weil unbekanntes Auto bedeutet stress...

da verwett ich meinen Arsch...
hab ich schon oft genug hinter der Türe gehört in Werkstätten wo ich de Chef kenne.. " ne da lass ich lieber die Finger und erzähle was vom Pferd..."
kargen
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Beitrag von kargen »

Hallo,

richtig wäre gewesen, den Kunden über die Risiken aufzuklären und gemeinsam das weitere Vorgehen abzustimmen.

Alles andere sieht mir doch sehr nach null Bock aus

Karsten
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HGW
Beiträge: 1980
Registriert: 21.07.2005 20:09

Beitrag von HGW »

Hallo zusammen,

> bei mir hat die erste FORD-Werkstatt mit gleicher Begründung den
> Wechsel verweigert (die Teile haben sie mir wohl verkauft).

ich kenne ebenfalls Ford-Werkstätten, die diese Arbeiten aus Furcht vor Komplikationen nach eigener Auskunft inzwischen nicht mehr durchführen.

Damit ist natürlich nicht gesagt, dass diese Probleme wirklich eintreten.

Aber das wirtschaftliche Risiko einer solchen Reparatur steigt für die Werkstatt (die ja für Folgeschäden haftet) mit jedem Jahr, das vergeht, aufgrund der wachsenden Laufleistungen und Vorschädigungen, falls mit dem Gerassel lange gefahren wird. Man darf nicht vergessen, dass die ersten Steuerketten um 2001 gewechselt wurden (die ersten Spanner ja noch viel früher) und das Gros der Explorer mit diesem Problem heute durch sein müsste.

Man kann die Werkstätten vielleicht verstehen, aber dass der Kunde im Regen stehen bleibt, ist nicht in Ordnung. Vor allem dann nicht, wenn es sich um Exemplare mit niedriger km-Leistung handelt, bei denen erst spät / heute das Problem offenkundig wird.

Mein eigener Explorer hat ja auch erst 75.000 gelaufen und ich habe nur das zweifelhafte Glück gehabt, 2001 einer der ersten in dieser Region gewesen zu sein, der mit 40.000 km das Problem hatte...
Omnes viae Schöffengrundam ducunt

Ford Explorer SOHC Bj. 98
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