Rostkur

Aktuelle Diskussionen zu Karosseriethemen
Benutzeravatar
crazyhorse
Beiträge: 188
Registriert: 05.09.2005 06:33

Rostkur

Beitrag von crazyhorse »

Hallo Gemeinde, nach relativ langer sorgenfreier Zeit brauche ich jetzt mal wieder Hilfe:

Mein Dicker soll (mal wieder) einer Rostkur unterzogen werden. Wir haben im Rahmen einer solchen Aktion zuletzt vor ca. 5 Jahren schonmal beide Doglegs hinten ausgetauscht. Zusätzlich wurde damals großzügig Unterbodenschutz verteilt. Soweit so gut...

Jetzt haben wir also wieder mal alle Plastikteile ringsherum heruntergerissen, die Doglegs ansich gehen noch, lediglich an den Schweißstellen sitzt (natürlich) schon wieder der Rost. Die werden also wieder mit ausgetauscht.

Was mich jedoch entsetzt hat, war der Zustand beider Radläufe hinten (siehe Fotos), sowie des vorderen rechten Übergangs vom Kotflügel zum Schweller (quasi Dogleg vorn - siehe Fotos).

Nun also meine Frage(n): Wie repariere ich das Elend?

Gibt es für die hinteren Radläufe Reparaturbleche? Im klugen (deutschsprachigen) Internetz habe ich zumindest keine gefunden (oder bin zu blöd dazu :? ) Hinten sind es ja keine Kotflügel im klassischen Sinne, die ich einzeln tauschen könnte...
Und für vorn? Gibt es für vorn auch "Doglegs" um die Ecke zu reparieren oder müsste/sollte ich da den ganzen Kotflügel auswechseln?

Ich bin mir sicher, das schon Andere vor mir vor diesem Problem standen. Wie habt Ihr das gelöst?

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Grüße aus dem wilden Osten!

Explorer `01, SOHC, 204 PS, Prins-Gasanlage
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20641
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

Also grundsätzlich könnte jeder gute Karosseriebauer so was anfertigen.
Ich selbst würde mir mit einem Stück aus nem Schlachtfahrzeug behelfen.
Ansonsten darf es nach 2 Jahren eigentlich nicht schon wieder rosten wenn man es richtig gemacht hat.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
Reiner
Beiträge: 6438
Registriert: 29.07.2005 23:49
Wohnort: reiner

Beitrag von Reiner »

Hallo,
Also Rep.-Bleche für die Radläufe und Kotflügel sind mir nicht bekannt.Wie Thomas schon schrieb,entweder Teile aus einem Schlachter raustrennen,oder anfertigen (lassen).Und niemals das Versiegeln vergessen.....
https://www.korrosionsschutz-depot.de/

Gruß Reiner
Ehemals 96'er Explorer OHV 4x4,sowie 97'er Explorer SOHC 4x4 mit Gasanlage KME Diego.
Powered by anncarina and myself.
Momentan Nissan NV 200 Evalia in Tekna Ausfühung

Leben,und leben lassen.....
Benutzeravatar
crazyhorse
Beiträge: 188
Registriert: 05.09.2005 06:33

Beitrag von crazyhorse »

Ahja, ok. Dann muss sich der Karobauer Gedanken darüber machen. Ich habe ja zwischenzeitlich auch schon überlegt, ob es nicht günstiger wäre, den ganzen Plastikmist abzulassen. Aber dann müßte man rundrum die ganzen Löcher zuschweißen, schleifen, spachteln, lackieren uswuswusw... Ich weiß nicht, ob sich der Aufwand lohnt... Und außerdem: Was mache ich dann mit meinen schönen Trittbrettern?

Ich werde also hinten die 2 Doglegs neu reinbraten (lassen) und für die Radläufe muss sich der Karobauer anstrengen. Oder hast du Schlachter mit den passenden Stellen auf dem Hof stehen, Thomas? Mein Kollege kommt ja demnächst seinen "Neuen" von dir abholen, der könnte mir das vlt. mitbringen...?

LG Janet
Grüße aus dem wilden Osten!

Explorer `01, SOHC, 204 PS, Prins-Gasanlage
Benutzeravatar
Krümelmonster
Beiträge: 766
Registriert: 03.01.2015 22:43
Wohnort: Ilsede/Oberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Krümelmonster »

crazyhorse hat geschrieben:Aber dann müßte man rundrum die ganzen Löcher zuschweißen, schleifen, spachteln, lackieren uswuswusw... Ich weiß nicht, ob sich der Aufwand lohnt...

LG Janet
Davon ab, ob sich das lohnt, würde ich das generell lieber lassen. Jeder Schweißpunkt ist eine potentiell neue Roststelle.
Und wenn das nicht superpingelig und gewissenhaft gemacht wird, entwickelt sich das zeitlich und optisch so, wie mit deinen Doglegs. ;-)
Benutzeravatar
crazyhorse
Beiträge: 188
Registriert: 05.09.2005 06:33

Beitrag von crazyhorse »

Ich mach´s ja nicht. Ich schwör... :D
Grüße aus dem wilden Osten!

Explorer `01, SOHC, 204 PS, Prins-Gasanlage
schopy
Beiträge: 161
Registriert: 19.12.2014 14:56

Beitrag von schopy »

Ich hak´ mich mal ganz kurz mit ein, weil ich bei meinem auch gerade das linke Dogleg mache, und bei der Gelegenheit auch ganz gern mal vorne die verkratzte Kotflügelverbreiterung gegen eine intakte wechseln würde...

Gehen die schwarzen Plastiknieten (die rundum im Radhaus verlaufen, und die Plastikverbreiterungen und den Winkel unten an der A-Säule halten) mit irgendeinem Trick raus? Oder hilft nur rohe Gewalt/Abzwicken und neu kaufen?

Ich kann da hebeln, wie ich will...die kommen, wenn überhaupt, nur nen cm raus und dann geht nix mehr. Habe Angst, mir das Plastik der Verbreiterung kaputt zu reißen, wenn ich noch mehr Kraft aufwende.


Gruß+dank
Explorer II Limited MJ 2000
---------------------------------
W124 320CE MJ 1992
W124 E280T MJ 1995
Suzuki TL1000 MJ 1999
Suzuki GSXR 750 MJ 1996
Viking MT580 MJ 2001 :-)
Benutzeravatar
Reiner
Beiträge: 6438
Registriert: 29.07.2005 23:49
Wohnort: reiner

Beitrag von Reiner »

Hallo,
Wenn du alles mit einem Heißluftföhn erwärmst,geht alles ganz geschmeidig ab.Die eine oder andere Klammer wird aber trotzdem auf der Strecke bleiben......

Gruß Reiner
Ehemals 96'er Explorer OHV 4x4,sowie 97'er Explorer SOHC 4x4 mit Gasanlage KME Diego.
Powered by anncarina and myself.
Momentan Nissan NV 200 Evalia in Tekna Ausfühung

Leben,und leben lassen.....
Benutzeravatar
Krümelmonster
Beiträge: 766
Registriert: 03.01.2015 22:43
Wohnort: Ilsede/Oberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Krümelmonster »

Oh,

gefährlicher Tipp! Mit einem Heißluftfön sollte man aber sehr viel Gefühl an den Tag legen!
Nicht zu lange auf einer Stelle (am besten immer schön hin und her schwenken). Man sollte es nicht heisser machen, als man seine Hand noch auf die Stelle legen kann. Sonst kann sich der Lack lösen oder der Kunstoff wellen.
Benutzeravatar
Reiner
Beiträge: 6438
Registriert: 29.07.2005 23:49
Wohnort: reiner

Beitrag von Reiner »

Krümelmonster hat geschrieben:Oh,

gefährlicher Tipp! Mit einem Heißluftfön sollte man aber sehr viel Gefühl an den Tag legen!
Nicht zu lange auf einer Stelle (am besten immer schön hin und her schwenken). Man sollte es nicht heisser machen, als man seine Hand noch auf die Stelle legen kann. Sonst kann sich der Lack lösen oder der Kunstoff wellen.
Ja,stimmt......eigentlich wollte ich ja schreiben:Lösen,wenn es schön warm ist,also im Sommer,aber da dieser vorbei ist..... :wink:

Gruß Reiner
Ehemals 96'er Explorer OHV 4x4,sowie 97'er Explorer SOHC 4x4 mit Gasanlage KME Diego.
Powered by anncarina and myself.
Momentan Nissan NV 200 Evalia in Tekna Ausfühung

Leben,und leben lassen.....
schopy
Beiträge: 161
Registriert: 19.12.2014 14:56

Beitrag von schopy »

Danke!

Ich nehme dann erstmal nen Haarfön, ansonsten knipse ich die unterm Kopf ab und stuppse die nach Innen durch.

Gruß
Explorer II Limited MJ 2000
---------------------------------
W124 320CE MJ 1992
W124 E280T MJ 1995
Suzuki TL1000 MJ 1999
Suzuki GSXR 750 MJ 1996
Viking MT580 MJ 2001 :-)
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20641
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

Was genau suchst du denn für Bleche
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
crazyhorse
Beiträge: 188
Registriert: 05.09.2005 06:33

Beitrag von crazyhorse »

Sorry, hat etwas gedauert... Ich bräuchte insbesondere noch (Reparatur-)bleche o.ä. für die hinteren Radläufe (beide Seiten). So quasi zum Restaurieren. Hab das Elend nochmal fotografiert... :shock:

Hättest du hierfür vielleicht einen Vorschlag, Thomas? :(

Bild

Bild

Bild

Bild
Grüße aus dem wilden Osten!

Explorer `01, SOHC, 204 PS, Prins-Gasanlage
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20641
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

ganz schön heftig. Wie sieht der drunter aus?
Machbar ist das aber:
http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... 4&biw=1920
Nr 56 kann man passend machen
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
crazyhorse
Beiträge: 188
Registriert: 05.09.2005 06:33

Beitrag von crazyhorse »

Ok, Danke!

Unten drunter ist er soweit ok. Da haben wir schon 2-3x ´ne große Aktion gemacht. Das erste Mal richtig mit Sandstrahlen & Co und anschließendem Tränken in/mit PermaFluid bzw. Film, danach nur nochmal jeweils Erneuern vom Unterbodenschutz. Einmal Doglegs sind ja schon neu, die müssen aber aufgrund von Pfusch jetzt sicherheitshalber nochmal mit gemacht werden.

Die Radläufe sind das einzige, was so extrem aussieht... (Wobei, wer will´s ihm verübeln nach 20 Jahren unter dem Plastesch..ß...?) Genauso ja vorn die Ecken an den Kotflügeln, aber da habe ich 2 sehr gut Erhaltene erstanden, die werden komplett ersetzt. Mal sehen, ob die Farbe auch noch passt, wenn sie angebaut sind oder ob dann Murphy´s Autoschraubergesetz zuschlägt... :P

Murphys Autoschraubergesetze:

Egal, was Dir in den Motorraum fällt, es kommt nicht auf dem Werkstattboden an.
Bestenfalls in der Altölwanne.
Der Schraubenschlüssel rutscht nur dann ab, wenn eine scharfe Kante in der Nähe Deiner Fingerknöchel ist.
Erstes Hebebühnengesetz: Runter kommen sie immer.
Am Ende ist immer eine Schraube über.
Dafür fehlt was anderes.
Entscheidende Fehler treten nur dann schon bei der Probefahrt auf, wenn sie irreparable Zerstörungen nach sich ziehen. Sonst tun sie das erst beim Fahrzeugbesitzer.
Das herabfallende Teil springt je weiter in die Ecke, je kleiner es ist.
Je schwerer es aber ist, desto wahrscheinlicher trifft es auf dem Weg dahin Deinen Fuß.
Gewinde können ihre Drehrichtung spontan ändern.
Batterien und Generatoren ihre Polung ebenfalls.
Undichtigkeiten existieren nie gleichzeitig mit beobachtenden Augen, sondern nur im Moment des Wegsehens.
Unzerbrechliche Teile sind keine.
Schmelzsicherungen werden von elektronischen Schaltungen durch Wegbrennen geschützt.
Fallengelassenes Werkzeug schlägt genau da ein, wo es den maximalen Schaden anrichten kann. Eine Nuß fällt immer in den Zylinder, ein Schraubenschlüssel immer quer über beide Pole der Batterie; eine Tube Dichtungspaste fällt immer in die Ölwanne, eine Kanne Öl hingegen immer auf den Fahrersitz und ein Hammer immer gegen die Frontscheibe.
Frisch lackierte Teile ziehen, solange die Farbe noch feucht ist, Insekten magisch an. Wenn sie trocknet, wirkt diese Anziehung stattdessen auf scharfkantige Gegenstände.
Ein Teil, das aus einem Schlachtfahrzeug ausgebaut wird, wird erst dann als defekt erkannt, wenn durch seinen Ausbau andere Teile vom mehrfachen Neupreis des benötigten zerstört wurden.
Bei zu reparierenden Fahrzeugen gilt dasselbe, nur daß das auszubauende Teil dann als einwandfrei erkannt wird.
Schlachtfahrzeuge haben nur solange dieselbe Farbe wie zu reparierende, bis ihre Teile ins zu reparierende eingebaut sind.
Die Mechanik von zwei baugleichen Fahrzeugen desselben Baumonats unterscheidet sich genau dann, wenn Teile aus dem einen zur Reparatur des anderen dienen sollen.
Wenn das Handbuch Spezialwerkzeug empfiehlt, wird man es nur dann brauchen, wenn man sich gedacht hat, es geht auch ohne. Hat man es gekauft, ist das Fahrzeug so umgebaut, daß das Spezialwerkzeug nutzlos ist.
Unterschätze niemals die Dummheit des Vorbesitzers und die seines Schraubers. Die eigene aber auch nicht.
Grüße aus dem wilden Osten!

Explorer `01, SOHC, 204 PS, Prins-Gasanlage
Antworten