Eine Ehrenrettung für Frontera und Jeep

...aber legal und anständig ist!
Antworten
Silko_Thr
Beiträge: 53
Registriert: 29.07.2015 17:29

Eine Ehrenrettung für Frontera und Jeep

Beitrag von Silko_Thr »

Meine bisherigen Allrader wurden als "Auflistung der schlechtesten Geländewagen" bezeichnet..

Also, ich für meinen Teil habe da andere Erfahrungen gemacht.
Der Frontera 1 lief 7 Jahre und 80 tkm bis zu einem Motorschaden an einer roten Ampel bei Standgas. Erst bei dem Gutachten kam raus, das er ein Unfallauto war und die Ölpumpe zu schwach. daher waren die ganzen kleinen Kanäle verstopft. Ausser Bremsen, Auspuff, Türfangband, Radnarben vorne und dem verbogenen Querlenker vorne links hatte ich keine Schäden oder Reparaturen an dem Auto.
Und den Querlenker hab ich verbogen, als ich zu schnell im Winter den Berg hochgefahren bin. Ich hatte ne Delle übersehn und den Abflug gemacht. Dummerweise stand halt ein Baum im Weg, danach nimmer :-).

Der Cherokee lief nur knapp 2 Jahre bei mir, bekam wegen wegfall der LKW-Steuer einen Schneeschild vom Multicar verpasst und wurde für 5800 Euro weiterverkauft, da hab ich gut Gewinn gemacht.

Der Grand war beim Kauf 19 Monate alt und stand 7 Monate beim Händler. Ich hab 20 TEuro bezahlt und er hatte 18 tkm auf der Uhr.
Auf Garantie kamen die Fensterschachtleisten und der Fensterheber der Beifahrertür.
Danach die Servopumpe, ....daher der Zwerg..., 1x Bremsen komplett, beide vordere Radlager und die üblichen Elektroprobleme bei Mercedes-Getriebe.
Also neue Kabel gelegt und 2. Batterie fürn Ruhestrom verbaut.

Nach gut 9 Jahren ist mir hinten das Radlager zerflogen und Teile davon haben das Diff geschrottet, quaddradrive....also sau teuer.
Die Werkstatt hat dann eine falsche Untersetzung eingebaut und bei der Probefahrt den Antriebsstrang endgültig geschrottet. Zuletzt hab ich sogar noch vorne links das Rad verlohren bei 70 km/h....ich hab zwar einen Titel wegen dem Schaden, aber leider reden die sich nun mit einer Unrechtmäßigkeit des Vertrages raus, da der Unterzeichner angeblich da schon nicht Geschäftsfähig war.....mal sehn, ob da noch was kommt.

Dann der 2. Frontera, gekauft für 1700 euro, selber repariert mit Ersatzteilen für gut 2000 euro und 12 tage gefahren, dann wurde er auf dem Parkplatz verschrottet, linke Seite aufgerissen und beide Achsen gebrochen. Schadensersatz lumpige 2100 euro....flenn...

Und nun halt der Ford, da ich nur 1100 euro ansparen konnte, aber einen zuverlässigen Allrader brauche für die neue Arbeit.
Die restlichen Allrader in der Preisklasse haben selbst für die Presse schon zu wenig Substanz.

Und zusammenfassend kann ich sagen, jedes Auto war gut und hatte auch seine Schwächen.
Es gibt keinen besten und schlechtesten Allrader, es gibt nur der Situation angepasste.

Und da, wo ich mir mit dem Frontera 1, 5 cm Höhergelegt, 2x den Hauptschalldämpfer angeschabt hatte, kommt ein Explorer erst garnicht hin...die Stelle war für den Frontera schon zu eng und der ist kleiner.

Als Zugfahrzeug hatte nur der Granny in dieser Liste was getaucht, aber für öftere Fahrten müßte auch der umgerüstet werden.

Und der Cherokee läuft noch immer bei einer Firma hier im Ort, nun ist er 28 Jahre und schiebt Winter für Winter fleissig und zuverlässig den Schnee weg....seit 11 Jahren !!
Auf der Uhr stehen gut 320 tkm und der Motor ist auch noch original.

Also, wie Ihr seht, alle waren zuverlässig und haben mich nur wegen Fremdverschulden verlassen.
Nur den 2. Frontera konnte ich nie richtig kennenlernen.
Auch ist die Liste nicht komplett, da fehlen unter anderem noch die Griffe in die Klärgrube wie A6 quattro oder Mitsubishi Lancer oder Ford Fiesta....diese Autos hätte ich lieber gleich abgefackelt....
alles wird gut......

Black Bull ala
OHV Typ 95 , Bj. 96 und EZLG 97
in netten, freundlichen Schwarz

Mazda 626 von 98 als Werkstattfahrzeug
Suzuki Savage als Bobber Custom Bj. 1992 im Aufbau
Benutzeravatar
anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 20630
Registriert: 28.06.2007 21:24
Wohnort: anncarina
Kontaktdaten:

Beitrag von anncarina »

Ich denke da macht jeder so seine Erfahrungen...ich hab im Werkstattalltag auch nur schlechte mit Frontera und Monterey gemacht die ja nur umgebadgete Isuzu sind bzw. waren.
Motoren und Getriebe waren einfach nicht für deutsche Verhältnisse ausgelegt.

Bei Jeep kamen noch chronische Sparzwänge hinzu und haben so verhindert das gute Jeeps gebaut wurden die man ohne Modifikationen über längere Zeit fahren konnte.
Ich werde nie das morgendliche Raten beim Cherokee vergessen: Springt er an oder nicht. Es kam einzig auf die Luftfeuchtigkeit an :? :shock:

Dann der Grand Cherokee in dem man ab 1,75cm Körpergröße nicht mehr richtig sitzen kann....da haben die sich einfach keinen Gefallen mit getan...Wie auch immer. Die Fordler wurden mit exorbitanten Verkaufszahlen in den USA belohnt. Man könnte meinen die Jeep Ingenieure wären von Ford bezahlt worden :shock: :lol: :lol:
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
Bitte Anfragen nicht per Telefon stellen sondern nur übers Forum.
Benutzeravatar
guidolenz123
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team
Beiträge: 8619
Registriert: 22.11.2010 17:23
Wohnort: Ilmenau
Kontaktdaten:

Beitrag von guidolenz123 »

Der Frontera A Sport Bj 1991meines Jüngsten ( der russische Winter sei ihm nun gnädig).. hatte nach ca 24 Jahren und um die 180000KM Multiorganversagen bzw viele kleine Wehwechen...bis dahin war er ein ausgesprochen zuverlässiger Ganz-Jahres-Begleiter meines Jüngsten über viele Jahre mit Gelände- und Winter-Einsatz ohne Gnade....
Die Trennung und die Vermittlung zu einem zweiten Leben in Russland geschah auch nur aus pekuniären Gründen (wirtschaftl. Totalschaden)...mit neuem TÜV und techn. Revision zur wieder tägl. technischen Verwendung wäre er auf 1500-2000 Euro Rep-Kosten gekommen.
Dafür gibts ...so man will...ganz gute Frontis.
Da sich mein Jüngster auch von der täglichen Nutzung seines W140 S500 abwendete und auf einen spitzenmäßigen W209 CLK 200 mit (im Februar 2015) gut 30 000 KM auf der Uhr und 10 Jahren auf'm Buckel wechselte, auf den er schon 20 000 KM drauffuhr in den letzten 6 Monaten, wurde der Fronti entlassen gen Osten.

Der Fronti war aber eines DER Fahrzeuge, denen man im Grunde nachtrauert... RIP ( Roll in peace) ...
Zuletzt geändert von guidolenz123 am 31.07.2015 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Guido
Stattlicher Satzverständiger für sprachliche Irritationen

Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
Smart 450 Bj 2000
Smart Roadster
Mercedes W126 500SEC,
Krause Duo Dreirad,
Simson Habicht,
vormals Explorer
aktuell Jeep Commander Diesel
Wohnmobil Hymer 522 Bj 83
Trike Anthrotech
Velomobil Quest
Liegerad Challenge Wizard
Bergamont Pedelec
Hyosung Aquila Chopper
Benutzeravatar
wolfgang
Beiträge: 1537
Registriert: 10.04.2008 21:05
Wohnort: Essen

Beitrag von wolfgang »

Ich muss sagen das jedes Auto das ich bis jetzt hatte und ich nicht wenige da waren auch verrufene dabei ,nachdem ich sie einmal unter Meine Fittiche genommen hatte machten sie überhaupt keine Probleme mehr.
Ich will damit sagen wenn mal einmal die Schwachstellen vom Auto behoben hat und diese auch kennt dann dem Auto seine Pflege zukommen lässt wird es einem mit Zuverlässigkeit
danken.
Gruß Wolfgang
PS schönes Wochenende :D
Wolfgang auch genannt PIPE
Explorer 1 Ez.94 A4LD OHV 165
Benutzeravatar
HGW
Beiträge: 1980
Registriert: 21.07.2005 20:09

Beitrag von HGW »

Hallo Wolfgang,
ich habe zwei kostenträchtige Gegenbeispiele erlebt, von Jaguar (XJ40) und BMW (E38). Da nahm die Liste der auftretenden Schwachstellen kein Ende und man begann von vorne, wenn man hinten aufhörte. Nach einigen Jahren hatte ich dann die Nase voll und die Autos abgegeben - natürlich soweit durchrepariert. Aber man wusste nie, was der nächste Tag bringt.

Allerdings habe ich auch einige Fahrzeuge, auf die trifft das zu, was Du gesagt hast. Es hängt schon etwas vom Auto ab, ob man gute Chancen hat, in einen "stabilen Zustand" zu gelangen. Und ein bisschen Glück gehört auch dazu.

Über den Explorer kann ich bis heute nicht viel Negatives sagen. Das Steuerkettenthema hat damals Ford für mich gelöst (zumindest bis auf weiteres) und die einzige bemerkenswerte außerplanmäßige Instandsetzung in 16 Jahren betraf die undichte Hinterachse. Alles andere war Rückruf, Wartung, Verschleiss (z.B. Auspuff) oder Rostvorsorge. Er ist aber auch erst ca. 90 tkm gelaufen.
Omnes viae Schöffengrundam ducunt

Ford Explorer SOHC Bj. 98
Benutzeravatar
Rommelino
Beiträge: 4445
Registriert: 26.07.2010 14:58
Wohnort: Rommerskirchen (NRW)

Beitrag von Rommelino »

wolfgang hat geschrieben:Ich muss sagen das jedes Auto das ich bis jetzt hatte und ich nicht wenige da waren auch verrufene dabei ,nachdem ich sie einmal unter Meine Fittiche genommen hatte machten sie überhaupt keine Probleme mehr.
Ich will damit sagen wenn mal einmal die Schwachstellen vom Auto behoben hat und diese auch kennt dann dem Auto seine Pflege zukommen lässt wird es einem mit Zuverlässigkeit
danken.
Gruß Wolfgang
PS schönes Wochenende :D
Nah da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht aber vielleicht sind 35TKM pro Jahr Zuviel für gewisse Fahrzeuge.
Gruss Olaf

'The more I know about people, the better I like my dogs'

Ehmals 01er EX ll SOHC 150KW, LPG, Auburn Ected Max Locker
powered by anncarina", Golden Solution! Specified by myself
Jetzt 04er Audi A4, 3L, 220 PS
Antworten