ich möchte mich und meinen Explorer hier ein wenig vorstellen.
Meinen Explorer habe ich jetzt seit einem Jahr, seitdem habe ich einiges über Leidensfähigkeit gelernt. Aber zuerst meine Geschichte:
Vor eineinhalb Jahren auf der Heimfahrt kam ich mit meinem damaligen Fiesta in einen Schneesturm. Ich hätte die steile Höhe nach Hause (damals wohnte ich in Aschau, Lkr Cham, wo es heimzu immer steil bergauf geht und der Schnee räumende Unimog im Winter regelmäßig steckenbleibt) mit Schwung leicht gepackt, wenn der VW Tuareg vor mir am steilsten Stück nicht grundlos angehalten hätte
Das passiert mir nicht mehr, sagte ich mir und machte mich auf die Suche nach einem Allradfahrzeug. Dabei bin ich bei den Recherchen über den Explorer und auch dieses Forum gestolpert . Nach ein paar Probefahrten mit verschiedenen Explorern (durchweg fürchterlich ramponierte Exemplare, welche auch alle rasselten und auch überteuert waren) sah ich beim Einkaufen in Cham einen grünen Explorer stehen. Der Verkäufer sagte mir, dieser ist nur für den Export, da viele Mängel, hintere Steuerkette nicht gemacht, etc. Ich fragte nach einer Probefahrt, wieviel er kostet und ich schlug zu (tatsächlich habe ich ihn zu einem Preis eines Schlachtfahrzeuges erstanden, dabei hat er auch noch eine Gasanlage).
Die ersten sechs Wochen verbrachte ich mit diversen Reparaturarbeiten (Schweller neu, diverse Traggelenke, Schäkel vom Blechfertiger anfertigen lassen, etc.) und Wartezeiten für die Ersatzteile. Dann der spannende Tag: Hauptuntersuchung! Tatsächlich kam der Plorri ohne Mängel durch den TÜV.
Ich bewegte das Fahrzeug voller Freude einige Zeit lang, dann kam der Schock! Bei einem Ausflug nach Tschechien, ich stand in einem Parkplatz am Marktplatz in Taus, gab es beim rückwärts ausparken einen lauten Knall. Die ansässige Fordwerkstatt versuchte mit einen Ford Fusion den Explorer aus der Parklücke zu ziehen, erst mit weiteren 8! Personen (davon 2 Polizisten, die mich eigentlich aufschreiben wollten) gelang das Unterfangen. Der Rückwärtsgang war hinüber, Bremsband gerissen.
Der Einbau eines Austauschgetriebes dauerte anschließend 4 Monate
Jetzt, vor fünf Wochen (ich hab seit der Getriebereparatur nur einen Gastank verfahren) sprang er morgens nicht mehr an. Meine Diagnose nach einem Telefonat mit Anncarina: Benzinpumpe. Also hab ich eine neue in der Bucht (20,- €) bestellt, eingebaut und was? Keine Funktion! Darauf, dass die neue auch defekt sein könnte, bin ich nicht sofort gekommen sondern hab die Schuld auf alles andere geschoben (Fehlersuche durch dieses wunderbare Forum, hab alles dokumentiert, warum ein Plorri nicht anspringen könnte), ohne Erfolg. Also hab ich die Pumpe (wieder Tankausbau, oh Graus) wieder ausgebaut, geprüft und reklamiert. Seit heute fährt er wieder. Jetzt muss halt nur noch gelegentlich die Steuerkettenwartung gemacht werden.
Fazit: Ich habe seit etwas über einem Jahr einen Explorer, den ich nicht mehr hergeben möchte, da er unheimlich gemütlich und schön zu fahren ist. Auf der anderen Seite habe ich noch nie so wenig mit einem Fahrzeug in dieser Zeit fahren können (er stand ungefähr ein halbes Jahr wegen diverser Reparaturen und Defekte herum). Komisch, Anfangs als Alltagsauto gekauft, jetzt als Hobby deklariert. Ich liege jetzt fast ein jedes Wochenende unter dem Plorry und mache irgend etwas, es gibt hier immer was zu tun...).
Sorry für den Roman, aber irgendwo muss ich ja mal mein Herz ausschütten...
Jedenfalls freue ich mich sehr, hier sein zu dürfen.
Grüße
Frank

