Drehstaebe haben keinen Platz

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Wollimann
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Drehstaebe haben keinen Platz

Beitrag von Wollimann »

Hallo liebe Leutz!

Bin schon länger auf der Suche nach den dezenten Knackgeräuschen an der Vorderachse und habe endlich die Ursache gefunden.

Anfänglich hatte ich irgendein Gelenk in Verdacht, konnte aber eigentlich nicht sein, da alle Querlenker/Buchsen/Gelenke letztes Jahr gemacht worden sind. Bremsen kontrolliert, Radlager auch kein Spiel, Servoöl gewechselt aber das, in jeder Situation vorhandene, Knacksen immer noch da!

Nachdem nun das Differentialöl vorne erneuert wurde (es fehlten ca. 900 ml?), habe ich die Vorderachsaufhängung nochmals genauer abgeleuchtet. Dabei musste ich mit Schrecken feststellen, dass beide Drehstäbe im hinteren Loch der Achsschenkel nicht mittig sitzen, sondern einseitig anliegen.

An den Kontaktstellen hat sich mittlerweile Rost gebildet und bei Bewegung entstehen so die Geräusche. Warum es nicht unmittelbar nach Austausch der unteren Querlenker aufgetreten ist kann ich nicht nachvollziehen. Habe nichts an der Vorspannung geändert oder dergleichen.

Meine bescheidene Frage wäre nun, mit welchem Werkzeug man am schlausten an diese Stelle rankommt (eng!) um mehr Platz für die Drehstäbe zu schaffen? Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit dies zu bewerkstelligen ohne die Querlenker ausbauen zu müssen. Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! Hier ein paar Bilder zur Veranschaulichung.

Gruss Wolle

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Wolfgang G.
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Drehstab

Beitrag von Wolfgang G. »

Ich habe gerade mal nachgesehen:
bei meinem XP gehen die Drehstaebe ziemlich zentrisch durch den vorderen Dreieckslenker.
Wie sieht denn die hintere Lagerung aus?
Hier ein Bild.
Wolfgang
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XPII,gebaut 7/1997,EZ 11/97,SOHC, ICOM Gasanlage seit 11/2006,brown wire mod.
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Wollimann
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Beitrag von Wollimann »

Hallo Wolfgang,

an der hinteren Halterung/Lagerung ist alles OK und sieht genauso aus wie bei dir. Bei den damals originalen Querlenkern hat auch alles gepasst und verlief auch zentrisch durch die großen Aussparungen. Da es ja auch nur ein Loch ist das versetzt ist denke ich, dass muss wohl eine Fehlproduktion sein??? Hoffe, dass der Meister mitliest und auch seine Meinung äußert.

Gruss Wolle
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Falk

Beitrag von Falk »

Die Dinger werden ja relativ selten komplett gewechselt.
Normalerweise lässt man die originalen drin und tauscht nur die Buchsen aus.

Keine Ahnung, wo diese produziert worden sind .... aber ideal ist das nicht. :(

Wenn die originalen noch vorhanden sein sollten, lass sie doch aufarbeiten und verwende sie weiter.
Querlenkerbuchsen unten bei z.B. www.us-parts-online.de 30,65 €/Paar
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Wollimann
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Drehstäbe

Beitrag von Wollimann »

Hallo Falk,

da ich leider nicht die Möglichkeiten habe die Schenkel zu tauschen, wollte ich eigentlich den Aufwand umgehen und nur ein wenig Luft um die Stäbe schaffen. Ich glaube auch nicht, dass Thomas die alten Schenkel noch aufbewahrt hat. Seine Aussage war damals, dass der Austausch komplett schneller und günstiger sei. Leuchtet ja auch irgendwie ein, zumal die alten Schenkel auch schon mächtig angegammelt waren.

Es muss ja auch nicht viel Material entfernt werden, nur soviel, dass die Stäbe frei sind. Nur wie bekommt man das hin ohne Ausbau? Hab mir schon eine kleine Proxon Fräse ausgeliehen, mal sehen wie man da rankommt?

Gruss Wolle
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wolfgang
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Beitrag von wolfgang »

Nimm einen 3mm Bohrer bohre Dir eine kleine Ecke raus danach mit
dem proxon schön glatt schleifen.

Gruß Wolfgang
Wolfgang auch genannt PIPE
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Wollimann
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Beitrag von Wollimann »

Genau, habe den Proxon 2 Std gequält aber es hat geklappt, obwohl das Material ca 5 mm dick ist an der Stelle. Alles schön beschliffen und mit Rostschutzfarbe versehen. Danke für die Tipps!

Gruß Wolfgang

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kadze
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Beitrag von kadze »

Mein lieber Bieber, da hast'e dir aber eine gegeben ... :shock:

Hut ab vor dem Fräser und der Ausdauer von dem Motörchen.

Ist das Geräusch denn jetzt weg?
Gruß Gregor (kadze)

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ehemals 2000er SOHC, jetzt FZJ80 + XP 4 V8
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo!
Na,da sieht man doch mal wieder,daß ein Plasmaschneider in keinem guten Haushalt fehlen sollte..... :P

Gruß vom Aufspassendewerkzeugsparer..... :wink:
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Falk

Beitrag von Falk »

Würde mich trotzdem mal interessieren, wer der Hersteller dieser Schrottteile :? ist.

Nur damit anderen das erspart bleibt .......
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Wollimann
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Beitrag von Wollimann »

@Kadze
Ja, das Geräusch ist verschwunden!!!!! Proxon hat durchgehalten, nur der zylindrische Fräskopf ist hin. :o

@Reiner
Ja, Lidl hat die Dinger nächste Woche im Angebot! Werde mir mal ein paar davon besorgen. :D :D :D

@Falk
Da kann evtl. der liebe Thomas Licht in das Dunkel bringen? Sind auch keine Nummern auf den Teilen. :?

Aber ich frage mich immer noch, warum knackte es nicht damals gleich nach der Reparatur?
So wie es aussieht, sind die Stäbe sehr dick pulverbeschichtet oder ordentlich lackiert. Diese Schicht musste wohl erst durchgescheuert werden und sich dadurch Rost bilden um das Knacken zu verursachen. An der hinteren Lagerung mit der Einstellschraube ist alles OK und die Stäbe sind auch gerade, nicht verbogen und jetzt auch nicht mehr angerostet.

Wie auch immer, es war mal wieder ein schönes Gefummel. Auch das Diffölabsaugen mit Proxon hat ne Weile gedauert und der Riss im Gehäuse des VTG am Ablassstopfen waren eine Erfahrung. Ohne euch hätte ich wohl das Handtuch geworfen. Aber manchmal braucht man eben eine Bestärkung. Dafür wieder vielen Dank an unser Forum! :wink:

GrußvomBeruhigten

Wolfgang
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Beitrag von anncarina »

Hmmm... das ist schon merkwürdig. Ich glaub nicht das es an den Teilen gelegen hat. Zumindest nicht ohne eingehende Prüfung. So ne Kunststoffschicht ist doch im mullkommanix weg wenn die metallisch anliegt. Ich denk eher da hat sich was von der LAgerung her verschoben.
Da müsste man erstmal ansetzen.
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Wollimann
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Beitrag von Wollimann »

da kann dann ja nur die hintere Lagerung gemeint sein? Vorne am Achsschenkel kann sich doch nichts verschieben? Sonst sieht alles "normal" aus.

Wolle
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Beitrag von anncarina »

Da gibts schon möglichkeiten: Gummis vorne kaputt, etwas verschoben usw. Muss man halt sehen.
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Falk

Beitrag von Falk »

Ja, bei Gelegenheit mal den Fachmann drüberschauen lassen.

Da das beidseitig ist, gehe ich von Ungenauigkeiten der Fertigungsfirma aus.
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