@ anncarina: Du solltest einmal versuchen zu ergründen, woher deine unglaubliche Aggression gegen die Amerikaner rührt. Was du in deinem Posting an Vorurteilen, Platitüden, Unterstellungen und Beleidigungen ablässt, ist nämlich wirklich allertiefstes Niveau.
Es erklärt jedenfalls schlüssig, warum die paar Amerikaner zu denen du Kontakt gehabt hast, später kein gesteigertes Interesse an einer Aufrechterhaltung des Kontaktes hatten.
Aus der Bauweise altgermanischer Langhäuser (ähnlich jener der Indios im Amazonasgebiet) und der schlechten Beschilderung auf deutschen Autobahnen eine geistige "Überlegenheit" abzuleiten, ist echt der Hammer.
Aber bitte, sei's drum.
Alle Länder Amerikas (Nord- und Süd) sind Einwanderungsländer. Nachdem die Ureinwohner weitestgehend ausgerottet waren (in Süd- und Mittelamerika haben das dis Spanier und Portugiesen erledigt, in Nordamerika die Engländer, Franzosen und Deutschen), haben sich die Europäer flächendeckend angesiedelt. Soweit düfte das ja aus dem Geschichtsunterricht hängen geblieben sein.
Historisch gesehen waren es immer die Leute, denen in der alten Heimat Verfolgung drohte, oder Chancenlosigkeit und Tristesse aufgestossen hat. Diese Leute hatten die Ambition und ausreichend Motivation, alles zurückzulassen und einen Neuanfang zu wagen. Oftmals endete dieser Versuch mit einem elenden Tod, sei es bei der Goldsuche, harter Arbeit auf dem Feld, oder einfach auf der Suche nach einem freien Stückchen Land.
Unter diesen Leuten waren übrigens auch viele Millionen Deutsche (ja, u.a. auch die mit den Vorfahren aus'm Langhaus). Die wollten sich nicht mehr erschlagen lassen, wenn sie auf'm Grund vom Herrn Baron einmal einen Hasen erlegt hatten, um die Familie durchzufüttern.
Diese Leute nahmen ihr Schicksal in die Hand, setzten alles auf eine Karte und gingen in ein fernes Land, von dem sie kaum eine Ahnung hatten.
Für diese Leute- Engländer, Iren, Franzosen, Spanier, Portugiesen, Holländer, Griechen, Belgier, Norweger, Schweden, Finnen, Russen, Italiener, Franzosen, Ungarn, Österreicher- und sehr viele Deutsche, wurden die Länder Amerikas (und besonders die USA) sehr wohl zum "gelobten Land".
Was diesen Leuten allen gemeinsam wichtig war: Freiheit in der Religionsausübung, Freiheit Waffen tragen zu dürfen, Freiheit sich ansiedeln zu dürfen wo man will, kein Adelsstand, usw.
Eben Freiheit von alldem, was ihnen in Europa den Atem genommen hat.
Man kann jetzt sicher ausgiebig darüber diskutieren, was von all diesen "Freiheitsgedanken" überhaupt noch übrig geblieben ist - diese Diskussionen werden besonders in den USA ohnehin ständig geführt - aber das war eben ursprünglich einmal die Motivation der Auswanderer.
Und darauf fusst auch das Selbstverständnis der Amerikaner: "Wir sind hier und wir sind Amerikaner, weil wir es wollten - weil wir es wirklich so wollten!" Und auch wenn es natürlich die Differenzen zwischen den einzelnen "Nationalitäten" und Hautfarben gibt. Wenn es gegen die USA als Ganzes geht, stehen alle zusammen. Das ist etwas, das man in Europa überhaupt nicht kennt und das wahrscheinlich Angst macht und alleine schon deshalb zu völlig irrationalen "Schutzbeleidigungen" führt.
Dazu kommt noch, dass viele Leute irgendwelche Verwandte in den USA haben und daher glauben, das die "die amerikaneische Seele" verstehen. Ich kann nur für mich sprechen, Ich habe viele Verwandte hier, aber noch mehr in Deutschland. Ich würde mir nicht einbilden, "den Deutschen" zu verstehen.
Manche kommen hier für ein paar Wochen Urlaub her und durchblicken sofort alles. Aber wer behauptet ernsthaft, nach einer dreiwöchigen China-Reise alles zu durchschauen? Wer traut sich zu sagen "Ich kenne die Spanier ganz genau", nachdem er 14 Tage auf Mallorca zugebracht hat?
Aber bei einem Volk von über 300,000,000, verteilt auf eine Fläche die zigfach grösser ist als ganz Europa, weiss jeder nach 14 Tagen Badeurlaub in Florida sofort bescheid.
Genauso gut könnte man behaupten etwas von Musik zu verstehen, nur weil man ein Radiogerät einschalten kann.
Nach meiner persönlichen Erfahrung gibt's hier Leute auf die man sich in allen Situationen verlassen kann - eben Freunde - und Leute, die halt vorübergehend zufällige Bekannte sind. Das habe ich nicht anders erfahren, als eben auch in Europa. Es gibt die Blender, die Freaks, die zufälligen Bekannten und die echten Freunde, etc. Eben so, wie überall auf der Welt.
Zu was sich eine Person entwickelt, oder entwickeln will und kann, hängt nun einmal nicht von der Farbe des Reisepasses ab. Es hängt von der jeweiligen Person und vor allem von einem selbst ab. Meine Freunde und Verwandten hier heissen: Cousimano, Andretti, Döring, Biersdorf, Hannawald, Richardson, O'Connor, Schuster, Klikovits, Weinkum, Toyoshima, Yeong, Fowler, Torgersson, usw.
Alles echte Amis, 1, 2, oder 3 Generationen im Land - also zweifellos blöd, oberflächlich und ungebildet, wie halt alle Amis...
Ich - als blöder Schluchtenkacker - habe eben auch die USA als meine Heimat ausgesucht. Die so gerne angeführten unsinnigen Gesetze interessieren mich hier genauso wie niemanden sonst, aber in Europa werden die immer gerne gross hervrorgestrichen.
Gab's da nicht ein Gesetz, das in irgendeiner Stadt das Verprügeln der Ehefrau mit einem Stock der mehr als der Durchmesser des Daumens des Ehemanns hat unter Strafe stellt?. Na was glaubt ihr wohl, wer über die Bücher in denen solche Gesetze und Verordnungen aufgelistet werden am meisten lacht? Was glaubt ihr, wer diese Bücher geschrieben hat? Aber in Europa nehmen die Leute an, dass das echt geahndet wird!
Ja, klar! Hier gibt's jede Menge Bürokratie. Ich ärgere mich selbst über die 4 unterschiedlichen Steuererklärungen, die jetzt zur "Tax Season" auszufüllen sind. Nur bleiben halt unter'm Strich trotzdem nur max. 36% Steuerbelastung übrig. Wie sieht's denn mit der deutschen Steuererklärung aus? Kann man die schon einfach auf einem Bierdeckel ausfüllen, wie's einmal vor einer Wahl vollmundig angekündigt wurde?
In Euroa kommt dann gerne das Argument, dass es ja in den USA so ein ganz arg schlechtes Sozialsystem gäbe und dass knapp 30,000,000 gar keine Krankenversicherung hätten. Stimmt! Aber in China kennt man nicht einmal ein Wort für Krankenversicherung und dass sie dort kein "soziales" System hätten, wird wohl niemand ernsthaft behaupten. Wie war das noch mit dem Radio?
Alles hat sein Vor- und Nachteile und jeder muss für sich entscheiden, was ihm mehr zusagt und was weniger. Es ist sehr erfreulich, dass viele Leute in Deutschland und anderen Ländern glücklich und zufrieden sind. Jeder sollte glücklich und zufrieden leben dürfen.
Für mich persönlich - wie gesagt: für mich persönlich! - gibt's in Deutschland absolut nichts, dass mich zu einem Umzug dorthin animirern könnte. Aber wer weiss? Wenn ich irgendwann einen US-Pass habe, will ich vielleicht doch noch Neuschwanstein besuchen...
