Drehzahl "klemmt"

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fancyjac
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Drehzahl "klemmt"

Beitrag von fancyjac »

Guten Tag,

ich bin der Neue und Ihr habt ein wirklich informatives Board. Hab ein Problem mit meinem XP 2/ 12.98, welches aber nur gelegentlich Auftritt. Wenn ich den Kickdown nutze kann es passieren, daß im Anschluß die Drehzahl trotz rückschalten etwas erhöht (ca. 1000) verbleibt. Macht sich nicht so gut weil a) Spritverbrauch und b) mit spürbarem Schalten der Automatik verbunden. Mache ich den Wagen aus und starte neu, läuft die Drehzahl im normalen Bereich.

Was könnte das sein? Habe die 90.000 Inspektion mit den enstprechenden Erneuerung wie Zündkerzen etc. absolviert und derzeit 103.00 auf der Uhr. Vielen Dank für Eure zahlreichen Tipps, beim auslesen zeigt der Kollegen nichts an.

fancyjac
MikeT
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Beitrag von MikeT »

Oh oh, erhöhte Drehzahl nach starker Beschleunigung ... klingt wie bei mir nach Getriebeschaden - durchrutschende Kupplungsscheiben/Bremsbänder. Lies mal hier.
Ich hoffe für Dich, daß es nicht so ist, aber ein Besuch bei einem Getriebespezialisten ist m.E. dringend angeraten.
Gruß, MikeT
XP '06 EB 4x4, 4.0 SOHC, 157kW, California Emission Regulatory ( oder so ähnlich )
fancyjac
Beiträge: 6
Registriert: 20.12.2005 18:08

Beitrag von fancyjac »

@MikeT

Habe mal nachgelesen was so bei Dir passiert ist aber ich hoffe doch, daß mein Problem aus einer anderen Richtung kommt. Mit 55.000 und erneut mit 90.000 habe ich das Getriebeöl wechseln lassen und glaube nicht wirklich, das hier der Fehler liegt. Meine Normdrehzahl liegt etwa bei 700 und nur bei gelegentlichem Einsatz des Kickdown, kommt es zu dem beschriebenen Problem (Drehzahl etwa 1000). Die Drehzahl geht nach längerer gemäßigter Fahrt (kann sich irgendwie der Kaltlauf zuschalten?), runter auf die üblichen Werte. Subjektiv habe ich das Gefühl als ob das Problem immer dann auftritt, wenn das Getriebe nicht genügend Zeit hatte in Ruhe runter und raufzuschalten. Beispiel: Kurz vor verlassen der Autobahn noch schnell ein langsames Fahrzeug überholt und anschließend wg. Autobahnabfahrt, abbremsen. Garantiert läuft dann die Drehzahl erhöht.

Vielleicht gibt es ja noch mehr Hinweise oder Anregungen.Danke.

fancyjac
Falk

Beitrag von Falk »

Na ja, ich glaube - und hoffe nicht, dass es schon soweit ist.

Denke da eher an eine Fehlfunktion einer der vielen Sensoren/Signalgeber nach denen die Schaltvorgänge ablaufen (sollten).
Das 5R55E ist ja vollkommen abhängig davon.

Als erste Maßnahme würde ich mal nach dem korrekten Ölstand und der Ölbeschaffenheit schauen.
Wann war der letzte Ölwechsel ? Welches Öl ist drin ?
Wenn das noch o.k ist, dann kann man tíefer in die Materie eindringen.

Das geht dann vom Motorraum Drosselklappensensor, Lufmassenmesser, Motor-Temp-sensor usw. über den Geschwindigkeitssensor bis ans Getriebe mit dem Getriebeöltemp.sensor und wenn man Pech hat auch noch im Getriebe an den Magnetventilen weiter.

Das und noch viel mehr spielt alles eine Rolle bei der Getriebsteuerung.

Also mal nach dem Öl schauen und alle greifbaren Steckverbindungen/Kabel mal grob visuell kontrollieren.
Am ehesten würde ich eine hängenden/klemmende Drosselklappe vermuten.
Als nächstes dann mal nach dem variablen Ansaugsystem schauen.
In dem Thread hatten wir das schon mal behandelt --> http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php ... tansaugung

viel Erfolg und...

edit: hat sich überschnitten :) - am Öl sollte es praktisch nicht liegen.
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

ich würde doch erstmal den Fehlerspeicher auslesen, denn normalerweise sollte der auch einen Fehlerhaften Sensor anzeigen.

Hat der Motor nicht eine art Leerlaufstellmotor?... welches eine Art apruppte Motorbremse verhindern sollte?
Falk

Beitrag von Falk »

Ein Fehler wurde eben nicht gefunden. Steht auch im ersten Post:
beim auslesen zeigt der Kollegen nichts an.
Das ist wieder so ein Fehler, der sich entweder selbst repariert :wink: oder dem man mehr durch Zufall oder penibles aussortieren der Fehlerquellen auf die Schliche kommt.
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Wars ein Motor oder Getriebescan? ..
fancyjac
Beiträge: 6
Registriert: 20.12.2005 18:08

Beitrag von fancyjac »

@Falk

Vielen Dank für die Hinweise, ich vermute (hoffe) mal es geht in Richtung Drosselklappe, wobei ich diese bereits in der Vergangenheit habe justieren lassen. Da lief die Mühle wie geschmiert. Könnte auch eine fehlerhafte Zündung die Ursache sein, die sich nur nach Belastung einstellt? Sorry wenn die Frage Fachleute erheitert war halt nur ein Gedanke da ja durchaus bei der 90.000er die etwas "schwierige" Zündkerze, vielleicht nicht gewechselt wurde?

@Ranger

Ich bin mir da nicht sicher in welcher Form ausgelesen wurde jedenfalls war das Gerät mit üppigem Display ausgestattet aber ob das ein Indiz für die Auslesungsqualität war, kann ich natürlich nicht sagen. Soweit ich Einblick auf das Display hatte gab es jedenfalls keine Fehlermeldung. Werde aber mal nachhören, ob es auch einen Getriebescann macht.

Was mir überdies auch aufgefallen ist und das habe ich in den letzten Jahren nie erlebt, daß ich bei kalter Witterung glatt einen 2. Startversuch hinlegen muß. Soll heißen, daß der Motor mit dem ersten schlüsseldrehen startet und dann aber ausgeht. Geht ganz schnell, start und aus. Beim 2.Start läuft der Motor sofort an. Ölverbrauch findet eigentlich nicht statt, lasse dieses alle 10.000 wechseln.

fancyjac
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

och hier wird niemand über dich lachen .. bzw erheitert sein ...

ausser es wird die gleiche frage imer wieder gestellt ohne vorher zu lesen/suchen...

naja der getriebescan wird evtl auch nicht notwendig sein ..
da es wohl eher aus richtung drosselklappe kommt..

aber wenn der vss (vehikle speed sensor) zum beispiel im unteren bereich nicht richtig funktioniert wäre es möglich das die drehzahl etwas erhöht wird damit der motor nicht ausgeht zur ampel.. oder oder..

es kann auch an einer dichtung im ansaugbereich liegen

die drosselklappe kann man ausmessen .. zu bedeutet in etwa 0,9V und offen =5,0 +-.1 Volt gemessen an der EEC masse und tps leitung..
fancyjac
Beiträge: 6
Registriert: 20.12.2005 18:08

Beitrag von fancyjac »

@all

Es muß wohl wenn es der richtige Weg ist (das werde erst kommenden Donnerstag erfahren) etwas geben, was sich Brücken nennt (und davon gleich 2, die abzubauen sind) die in Verbindung mit der Luftansaugung, stehen. Außerdem soll es da ein Ansaugventil geben, welches wohl nebst einigen Dichtungen, auszutauschen ist. Soweit habe ich das von Seiten der Fordleute verstanden, die auch (hoffentlich habe ich das richtig in Erinnerung) einen Fehlercode P107 lokalisiert haben, jedoch nicht an meinem Wagen. Jedenfalls "sägt?" mein XP womit die Drehzahlschwankung gemeint sei. Merkwürdig jedoch ist, das just zur gleichen Zeit 2 andere XP dort standen, die mit den gleichen Syptomen behaftet waren und einer davon zeigte o.a. Fehlercode an. Was sagt Ihr zum Brücken-An- und abbau, ist das für Fachleute einleuchtend?

fancyjac
Falk

Beitrag von Falk »

Ich vermute mal, dass hier der zweigeteilte Ansaugkrümmer (Ansaugbrücke) gemeint ist.
Deren Dichtungen sind nach einer gewissen Zeit wohl reif für einen Austausch. Hier --> klick ist die Thematik etwas beschrieben.

Ob das was mit deinen Problem zu tun hat, vermag ich nicht zu beurteilen.
Den Fehler in Richtung Luftansaugung zu suchen scheint aber nicht ganz so abwegig zu sein.
Kann mir vorstellen, dass die Jungs da einfach einen Rundumschlag machen wollen.
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

richtig Falk..

das problem haben alle mit dem SOHC Motor und die Plastik ansaugbrücke.. unterschiedliche Wärmeverhalten Guss Alu und Plastik..

wie woanders schon erwähnt die Dichtungen liegen derzeit bei um die 50Eu kommt allerdings der Stundenlohn hinzu
Franky hat das gerade auch durch meine ich..

Das Leerlaufregelventil würde ich allerdings mal reinigen lassen und evtl neu dichten..
Und dann ist da noch ein drehzahlabhängiger scheiber oben auf der Ansauggeschichte.. welches ab einer gewissen drehzahl die ansaugkanäle egalisiert.. vielleicht ist da etwas nicht in Ordnung..

Nur so prophylaktisch... wie sieht das Motoröl aus und hat dein motor klackern/klickern beim Starten?
fancyjac
Beiträge: 6
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Beitrag von fancyjac »

@Falk

Ich denke mal, daß die Richtung Luftansaugung schon der richtige Weg ist wobei ich mal annehme, daß es nicht aus Gründen des "Rundumschlag" erfolgt. Wenn das Problem damit behoben ist bin ich zufrieden, wenn nicht werde ich den "Rundumschlag" nicht bezahlen wollen.

@Ranger

Mit meinem Öl ist das so eine Sache, denn wie bereits geschrieben wird es alle 10.000km, ausgetauscht. Ölvberbrauch findet nicht statt und das Zeug sieht immer nahezu wie "Frisch vom Fass", aus. Ein Klackern oder Klicken tritt bei starten oder fahren, nicht auf. Das klingt alles gut.
Jedenfalls werde ich mal Deinen Tipp in Sachen Leerlaufventil aufnehmen und am Donnerstag bemerken, ob dieses eine Reinigung verträgt. Kann es sein, daß der drehzahlabhängige "scheiber" auf der Ansauggeschicht ein "Schieber" ist? Ich will vermeiden, daß sich die Monteure vor lachen auf die Schenkel hauen wenn ich von einem Scheiber zur drehzahlabhängigen Egalisierung der Ansaugkanäle, fasele.

fancyjac
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

sicher...
es handelt sich um einen Schieber.. :-)

Franky hatte den mal auseinander..
fancyjac
Beiträge: 6
Registriert: 20.12.2005 18:08

Beitrag von fancyjac »

@all

Sicherlich ist es von Interesse zu erfahren was denn die Erneurung der Dichtungen der Ansaugbrücke, gebracht haben.....Wenn ich ehrlich bin dann habe ich als erstes nachgeschaut, ob es sich tatsächlich um den bisherigen Motor handelt! Das Teil läuft außerordentlich gut und ruhig, ich bin völlig begeistert. Jedenfalls war es so, daß die Dichtungen sich langsam auflösten und nass waren. Daher der erhöhte Spritverbrauch und die falsche Luft, die der Motor bekam. Sollte also Euer XP mit der Drehzahl "sägen", dann ist vielleicht die Ansaugbrücke ein guter Tipp.

fancyjac
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