Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

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darcman
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Klasse dankeschön!
Die Achse hatte ich ja schon rausgezogen. Die Lagerfläche zeigte keine Auffälligkeiten soweit.
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anncarina
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von anncarina »

Also war der Reibbelag nicht nur halb abgenutzt?
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darcman
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Warte, jetzt bin ich irritiert. Die Kupplungen? So wie auf den Fotos. Aber Du hattest ja eine andere Reihenfolge bzw eine andere Position vorgeschlagen und ich wollte gern nochmal wissen wie Du die gesamte Reihenfolge in Bezug auf eine der beiden Seiten vorschlägst.
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von anncarina »

Wenn man mit einer Kupplung (Reibbelag anfängt dann nutzt er sich sehr schnell ab. Und zwar deswegen weil er dann auf dem Triebling ruht. Wenn man hingegen mit einer stahllamelle anfängt und dann erst den Reibbelag rein macht dann trägt der Belag über die gesamte Fläche.
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darcman
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Ich krame dieses Thema jetzt nochmal raus.

Nachdem ich die Arbeiten abgeschlossen hatte, habe ich kürzlich mal wieder nachgesehen ob am Diff alles OK ist. Leider ist es das nicht, denn, es hängt ein Öltropfen unter dran. Ich kann schonmal sagen, dass das Öl nicht aus dem Deckel austritt. Ein erster Blick lässt die Vermutung auf ein Bauteil lenken, dass ich nicht angefasst habe und das ist die Kardanwelle bzw. der Antrieb in das Diff und dessen Dichtung.

Dieses YT Video ist schon wirklich gut, jedoch will ich ja nicht alles zerlegen sondern nur die Dichtung wechseln(vermutlich).

Hat jemand Tipps für mich - Dinge die ich wissen sollte bevor ich mich ans Werk mache?


IMG_0672.png
IMG_0673.png
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dirk68
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von dirk68 »

Wenn du die Platte für die Kardanwelle abmachst, löst du auch das Kegelrad innen und die Position wird sich ändern.
Meine Idee wäre nur die Platte abziehen und den Rest drin lassen. Dann versuchen den Dichtring zu tauschen.
Beim Montieren der Platte mit einem Messwerkzeug das Spiel zwischen dem Kegel- und dem Tellerrad immer prüfen, bis der Zustand vor der Aktion wieder hergestellt ist. Da du sonst nichts änderst, sollte die Art und Weise, wir die beiden Zahnräder in einander greifen, gleich geblieben sein.
Da ist aber keine Garantie, das es funktioniert.
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darcman
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass Innenleben(Kegelrad und Konsorten) herauszunehmen. Dann kann ich mit einem dynamometrischen Schlüssel den Moment am Antriebsflansch prüfen. Dazu habe ich eine Mutter, einen Flansch, eine Dichtung und eine neue Quetschhülse bestellt.
Screenshot 2025-12-28 144209.jpg
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dirk68
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von dirk68 »

Das Teil hatte ich ganz vergessen.
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darcman
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Da hatte doch der Thomas das WHB 05 Online gestellt:

https://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=22225

Hier wird auf Seite 47 (05-02B-13) Folgendes erklärt:
Flansch und Radialdichtring abbauen

Zum Erneuern des Radialdichtrings nur die Mutter -
Antriebskegelrad abschrauben und den Flansch abbauen.


1. VORSICHT: Bei dieser Arbeit wird die Vorspannung des Lagers verändert. Sie muß nach dem Zusammenbauen wieder eingestellt
werden.

Fahrzeug anheben und Unterstellbock ansetzen.
Räder und Bremsscheiben abbauen, damit die
Bremsen während der Einstellung der Vorspannung
nicht schleifen.

2. Gelenkwelle und Flansch markieren, damit die
Welle wieder richtig eingebaut wird.
Gelenkwelle vor dem Ausbauen bezüglich ihrer
Lage zum Flansch - Differentialgehäuse markieren.
Gelenkwelle abbauen.

3. Drehmomentschlüssel auf Mutter - Antriebskegelrad
aufsetzen. Antriebskegelrad durch Drehmomentschlüssel
drehen (mehrere Umdrehungen).
Dabei das benötigte Drehmoment ablesen und
notieren.
Also Räder, Bremsen ab wg. Wiederstand. Dann Kardanwelle ab und an der "Flanschmutter" drehen und den Drehmoment merken, Flansch ab, Dichtung raus, neue Dichtung rein, Flansch drauf und bis zum gemerkten Drehmoment wieder festziehen(in mehreren Schritten herantasten).

Das beißt sich doch allerdings mit der später gemachten Aussage (05-02B-22 Seite 56):
Flansch - Hinterachse einbauen

1. Die Zähne des Kegelrades leicht einfetten.
Markierung - Flansch auf die Markierung -
Antriebskegelrad ausrichten und Flansch
einbauen.
BEACHTE: Den Flansch niemals mit einem
Hammer oder Elktrowerkzeugen bearbeiten.

2. Neue Mutter - Antriebskegelrad einbauen.

3. BEACHTE: Bei Einbauen eines neuen Flansches
die Markierung auf der Welle - Antriebskegelrad
ignorieren.
Mutter- Antriebskegelrad festziehen.
Antriebskegelrad für korrekten Sitz drehen. Das
Drehmoment häufig kontrollieren, bis der notierte
Drehmomentwert erreicht ist.
Die Mutter - Kegelradwelle - Differential muß mit
einem Drehmoment von MINDESTENS 217 Nm
festgezogen werden.

4. Ist der notierte Wert niedriger als in der
Spezifikation angegeben, gebrauchte Lager mit
0,9-1,5 Nm und neue Lager mit 1,8-3,3 Nm
entsprechend Spezifikation festziehen. Ist das
notierte Drehmoment größer als in der
Spezifikation angegeben, dann dieses
Drehmoment als Vorgabe verwenden.

Keinesfalls die Mutter - Antriebskegelrad lockern,
um die Vorspannung zu reduzieren. Ggf. zur
Verringerung der Vorspannung eine neue
Spannhülse und eine neue Mutter -
Antriebskegelrad einsetzen.
Wobei hier der unterstrichene Teil der jenige ist, den ich meine. Da steht doch, dass man KEINESFALLS die Flanschmutter lösen darf. Wenn doch, muss man eine neue Mutter und eine neue Spannhülse einbauen. Aber im WHB steht, man kann die Mutter abschrauben und nach erfolgtem Austausch der Dichtung den Flansch und die Mutter wieder bis zum gemerkten Drehmoment festziehen.

Der YouTuber "EricTheCarGuy"(weiter oben hatte ich den ja verlinkt) erklärt das Prozedere meines Erachtens nach logischer. Die Spannhülse drückt sich beim anziehen der Flanschmutter zusammen. Die federt ja beim Lösen der Flanschmutter nicht zurück sondern bleibt so. Also muss eine Neue rein. Aber warum kann man die Dichtung tauschen ohne diese Spannhülse zu tauschen? Macht das Sinn?

Sehe ich das falsch?
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von dirk68 »

Das bezieht sich auf das Drehmoment. Wenn du die Mutter zu stark anziehst und das Drehmoment dann über dem Voherwert oder der Spezifikation liegt, kannst du die Spannhülse wegwerfen und musst eine neue einbauen. Du kannst nicht einfach die Mutter wieder etwas lösen, um das Drehmoment zu reduzieren, da sich die Spannhülse nicht wieder ausdehnt. Eine neue Mutter brauchst eigentlich nur bei einem neuen Kegelrad. Die Mutter ist glaube ich selbst sichernd. Die dürfte man eigentlich gar nicht wiederverwenden. Das Gewinde der Welle schneidet sich in die Sicherung der Mutter. Wenn man aber das Kegelrad nicht tauscht, sind die Gewinde von Welle und Mutter und somit auch der Einschnitt in die Sicherung identisch zu vor der Aktion. Bei den Amis ist das dann wohl in Ordnung, nach DIN nicht.
Das gilt im Übrigen auch für Federringe. Die sind nicht mehr als Schraubensicherung zugelassen. Die DIN wurde 2004 zurückgenommen. Zugelassen sind nur noch Druckscheiben.
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Richtig!

Anders:
Wenn ich die Dichtung wechsle, dann MUSS das Kegelrd raus und die Spannhülse gewechselt werden. Dann bis zum richtigen Drehmoment festziehen.

Also ist das Unfug was im WHB steht - richtig?!
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von dirk68 »

So wie ich das verstehe nicht, da du an dem System Kegelrad, Spannring und Lager nichts änderst. Dann musst du nur vorher das Drehmoment messen. Ist das niedriger als die Vorgabe, sollst du die Mutter bis zur Vorgabe anziehen. Ist es höher als die Vorgabe, dann bis zu dem gemessenen Wert anziehen. Nur wenn du die Mutter hier zu fest ziehst, brauchst du eine neue Spannhülse, da wieder leicht lösen nicht geht. Wenn das Kegelrad und/oder die Lager getauscht werden muss eine neu Spannhülse rein.
So wird es, meine ich, auch in dem Video erklärt.
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

Verstehe. Macht Sinn. Also lediglich dann, wenn den Drehmoment der drehenden Welle über dem Vorgabewert liegt, muss eine neue Hülse rein.

Na dann schaue ich mal…

Drück‘ mir die Daumen!
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von anncarina »

Eigentlich muss nach dem lösen der Mutter und dem Abziehen des Flansches (beides notwendig um die Dichtung zu wechseln) immer ne neue Hülse rein
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Re: Steckachsen - achsiales Spiel - Explorer

Beitrag von darcman »

So hatte ich das auch interpretiert. Dazu muss natürlich dann das Kegelrad und so weiter raus…
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