Rost - "beseitigung" mal anders / Paneelbleche

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MichiSC
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Rost - "beseitigung" mal anders / Paneelbleche

Beitrag von MichiSC »

Meiner hat Rost um den Tankdeckel, wie früher oder später alle :roll:

An vielen anderen Stellen würde ich natürlich beseitigen, einschweißen und so weiter. Aber Karosserie hier ist aufgrund der Folierung (Vorbesitzer) einfach ne scheiß-Stelle. Da vor Beseitigung einfach entweder die komplette Folierung der Seite weg müsste, oder dann gleich das ganze Auto abfoliert werden muss.

Ich dachte ich mach einfach Paneel-Bleche drauf und wegen der Symetrie einfach beide Seiten.

Wie folgt:

- Schablone aus Papier gefertigt
- 3mm Alu-Riffelblech gekauft
- nach Schablone zugeschnitten
- Die obere Kante der längs nach abgekantet und das Blech nach unten hin leicht gerundet
- ca 30 Löcher pro Blech gebohrt und gesenkt
- Bleche gereinigt und grundiert, danach mit Mipa-Protector lackiert

- drangehalten, Löcher gebohrt, Löcher dann versiegelt und rostschutz drauf

- Mit 5x12 Nieten vernietet

- Die linken und oberen Fugen abgefugt, unten freigelassen

Bis der Rost um den Tankdeckel übers Blech hinausragt dauerts sicherlich noch 10 Jahre, und so alt wird meiner nicht mehr :lol:

Kosten

- 2x1m 3mm Riffelblech Alu 180,-€
- Nieten 100 stk ca. 20,-€
- 1 Dose Mipa 2K Grundierung 35,-€
- 1 Dose Mipa 2K Protector schwarz 35,-€
- K&D Karosseriedichtmasse schwarz ca. 20,-€


Alles in allem etwa halber Tag Vorbereitung, dann lackiert, nächster Tag montiert, also 2 halbe Tage

Das einzig knifflige ist natürlich beide Bleche symmetrisch zu schneiden und schleifen sowie die Wölbung des Bleches nachzuempfinden. 3mm Bleck ist eigentlich zu dick, an der Riffelung sinds 5mm. Hat sich aber mit den Nieten gut angeschmiegt.

Ich musste nichts abmontieren, zum Bohren oder Nieten war nichts im Weg. Selbst Wischwassertank hinten blieb drin. Bohrer auf 8mm eingestellt (Tiefe).

Werkzeug war lediglich Flex, Karosseriesäge, Nietzange, Schrauber + 5,1er Boher +10er Senker+Silikonpistole.

Zum Abkanten hab ich einen Schweißtisch verwendet, bei dünneren Material sicher auch mit Balken und Schraubzwingen zu bewältigen.
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Re: Rost - "beseitigung" mal anders / Paneelbleche

Beitrag von anncarina »

hmmm. von der Optik her ein rustikaler Kracher....Aber technisch..???
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MichiSC
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Re: Rost - "beseitigung" mal anders / Paneelbleche

Beitrag von MichiSC »

Ja die Optik verträgt nicht jeder EX, da meiner im allgemeinen recht "grob" ist sieht es top aus. Passt zum Rest :mrgreen:

Technisch? - die Löcher wurden mit Brantho lackiert, nach Trocknung mit Owatrol versiegelt. Da sollte sich nichts fehlen.

Der Rost um den Tankdeckel wurde ebenso bearbeitet und versiegelt damit es nicht schlimmer wird. Das neue Blech trägt auch den Kunststofftankstutzen mit, also ist alles original-Blech um den Tankdeckel egal ob es da ist oder nicht.

Damit unter dem Blech nichts versitzen kann, wurden nur die obere sowie die vordere und hinteren Seite abgefugt, unten offen (Blech liegt an) damit Wasser trocknen kann.

Die Methode ist bei anderen (Defender etc) gewöhnlich, da ist die Karosse natürlich auch aus Alu.

Also ist das technisch Verhältnismäßig gut würde zumindest ich sagen. Für den TÜV auch nicht relevant, ob ein Rep-Blech genietet oder geschweißt ist, macht keinen Unterschied. Sagt zumindest mein TÜVler :lol:

Nichts für immer - aber etwas, was der Lebenserwartung entspricht, am Ende seines Lebens bleiben Plastik und die beiden Bleche übrig :D

Wenn ich denn noch Urlaub übrig hätte dieses Jahr (außer Weihnacht), würdest ihn in live sehen, leider nicht so leicht als gedacht :roll:
Dann kannst mir deine Meinung dazu sagen :D Spätestens nächstes Jahr oder wenn das Getriebe wirklich hinüber ist, noch funktionierts :)
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Re: Rost - "beseitigung" mal anders / Paneelbleche

Beitrag von dirk68 »

Wenn du den Rest mit der Rolle mit der gleichen Farbe versiehst, fällt es nicht so auf.
Die Frage ist, wie lange es hält. Das Alublech wird sich bei Wärme stärker ausdehnen als das Blech darunter. Je wärmer, desto größer ist der Unterschied. Das Gleiche hast du im Winter. Es zieht sich stärker zusammen als das Blech. Das ist eine enorme Belastung für die Nieten.
Die dunkle Farbe verstärkt das noch bei Sonneneinstrahlung.
Beim Defender ist das nicht so, da dort Alu auf Alu genietet ist.
Nach dem ersten Einsteigen ist es ein Gebrauchtwagen.

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Re: Rost - "beseitigung" mal anders / Paneelbleche

Beitrag von MichiSC »

1022543_800_600x600.jpg
Naja, hab es absichtlich schwarz lackiert da es in live gut aussieht :lol:

Bezüglich der Dehnung:

Das Alu ist knapp 1m (90cm) lang, pro + Grad Celsius dehnt sich dieses um ca 0,0231mm.

Das Blech drunter pro Meter bei etwa einem + Grad Celsius um 0,012mm

Zwischen -10 und + 100 °C Blechtemperatur liegen bei Alu 2,541 mm Dehnungsbereich an, bei dem Blech drunter 1,32mm.
Wir reden auf die 90cm also von etwa 1mm Dehnungsunterschied bei dem gesamten Temperaturband zwischen dem Alu und dem Blech. Bedenkt man, dass auf die Länge gesehen etwa 15 Nieten kommen, die 0,1mm Spiel im Loch haben, hätte die Platte durch die Löcher ca 1,5mm Spiel sich zu bewegen. Hat also ausreichend Freiraum. Durch die flexible Abdichtung in Loch trotzdem dicht.

Weder wären also die Nieten mehr als über das vom Hersteller vorgesehene Maß hinaus beansprucht, noch ist die Dehnung beider Materialien "zu unterschiedlich".
Wäre zumindest meine Ansicht :D

Stimmen tut natürlich, dass sich die Bleche unterschiedlich dehnen, in dem Fall nicht erwähnenswert.
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