Neuer Explorer Hybrid für Deutschland ab Herbst 2019

...aber legal und anständig ist!
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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

Machen wir quasi dauernd
Was hast du da draufgeschmiert. Sieht dut aus.
Jetzt ist es warm genung für meinen Unterbodenschutz. 20L Leinölfirnis stehen schon bereit, da das Anhängerprojekt und noch andere Sachen mitgemacht werden müssen. Ich muss nur noch Graphitpulver bestellen.

@ Thomas: Kannst du mir vom Getriebewechsel sagen, wie mein Unterboden da drüber aussieht. Ich will Diamantfarbe herstellen, weiß aber noch nicht, ob die sich sprühen lässt, um überall hin zu kommen.
Nach dem ersten Einsteigen ist es ein Gebrauchtwagen.

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anncarina
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Beitrag von anncarina »

auswendig weiß ich das nicht mehr aber über dem Getriebe ist es fast immer noch sehr gut und fast neuwertig.
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Beitrag von GeppiF250 »

Dirk: Das mit der Diamantfarbe musste aber mal kurz umschreiben .
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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

"Für Eisenanstrich ist in neuerer Zeit die besser als Mennige und Bleiweißfarbe schützende Diamantfarbe in Gebrauch gekommen, welche aus fein gemahlenem Graphit und Leinölfirnis besteht." Brockhaus 14. Auflage von 1894-1896
Kannst du dir ja mal durchlesen.

Leinölfirnis ist gekochtes Leinöl. Man kann es zur Konservierung von Holz und Metall benutzen. Dünn aufgetragen bildet es ein feste wasserabweisende Oberfläche. Leinöl trocknet aber nicht durch Verdunstung, sondern es oxydiert. An der Oberfläche entzieht es den Sauerstoff der Luft. Auf dem Metall kommt der Sauerstoff aus dem Rost. Es ist fließfähig und das Graphit hilft bei der gleichmäßigen Oberflächenausbildung und beim Rostschutz. Das Zeug wird schon seit 800 Jahren von Schmieden verwendet und heute nutze es sehr viele um eine Smoker/Grill vor Rost zu schützen. Die Oxydation wird dort durch erhitzen beschleunigt. Da es Graphit in unterschiedliche Grau- und Schwarztönen gibt, kann man auch nch das Aussehen beinflussen.
https://www.grillsportverein.de/forum/t ... ht.109724/

Man kann Leinölfirnis auch beutzen, um die Patina von Oldtimern zu schützen. Das Öl kriecht in die Risse vom Lack und verhindert, daß Wasser dahinter läuft. Es geht auch eine rostschützende Wirkung mit dem blanken/ angerosteten Metall ein. Den Wagen nur einfach Leinölfirnis mit einem Lappen auf dem Wagen vereiben.

ACHSO, DER LAPPEN!!!!!. Lappen mit Leinölfirnis werden nur in mit Wasser gefüllen verschließbaren Gläsern oder im Kamin aufbewahrt, da sie sich von selbst entzünden können. Das liegt an der riesigen Oberfläche, die das Öl zum Oxydieren hat. Die dabei entstehende Wärme reicht oftmals, um den Stoff in Brand zu setzen. In der Garage unterm Wagen liegen lassen und morgen weiter machen, ist eine blöde Idee, außer man hat ein spitzenmäßiges Wertgutachten für den Wagen und ein gute Versicherung.

Owatrol besteht zu mind. 25% aus Leinölfirnis und zu mind 50% aus Naphtha, was eine Art Terpentinersatz ist.
http://www.abload.de/img/owatrol-linseed-vjk1.gif

Für 20L Leinölfirnis habe ich ca.60€ bezahlt. Ich muss es noch testen, aber es scheint dünnflüssig genug zum Sprühen zu sein. Wenn nicht kommt noch Terpentinersatz für ein paar € rein. Das verdunstet dann nach dem Auftragen wie ein großer Teil des Naphtha im Owatrol.
Aber 20L Owatrol kosten über 300€. Die haben den Rostschutz nicht erfunden, sie haben nur den Namen geändert, um ein anderes Preisschild drauf zu kleben.
Zuletzt geändert von dirk68 am 04.07.2019 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von anncarina »

Cool erklärt. Danke :wink:
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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

Danke.
Ich habe noch vergessen, daß man das Zeug am besten bei 25°C oder mehr verarbeitet, da es dann schneller oxydiert und trocken wird. Es ist dann auch zäher und braucht mehr Terpentinerstz. Im Winter dauert das Wochen, wenn man ihn nicht im Wohnzimmer auf der Heizung parkt, oder eine Garage mit Fußbodenheizung hat. Öle sind schließlich nur Fette, die bei Raumtemperatur flüssig sind. Ist es fest, heißt es Fett.

Mit Diamantfarbe sieht der Unterboden besser aus, wogegen reine Firnis den Vorteil hat, daß man das Blech sehen kann. Ein bis zwei mal im Jahr drunterlegen und begutachten, ob es mehr Rost gibt. Wenn ja, alles mit der Bürste bearbeiten, waschen und drüber pinseln. Wenn nicht, nur waschen und drüber pinseln.
Bei Diamantfarbe oder einer anderen Rostschutzfarbe sieht man es erst, wenn es Blasen gibt. Bei allem aus Bitumen erst, wenn es an der Roststelle mit dem Restblech abgefallen ist. Außerdem muss bei der HU keiner mit einem Schraubendreher das Blech prüfen und dabei Löcher in den Schutz stanzen.
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Beitrag von GeppiF250 »

Sehr guter Tip. Danke dir!

Leinöl als Rostschutz hab ich mal in nem alten Buch gelesen. , aber seiner Zeit nicht weiter verfolgt. Ich werde es mal austesten.
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Beitrag von guidolenz123 »

Firnis (= doppelt gekochtes Leinöl) ist immer noch billig aber trocknet 4x so schnell wie einfaches Leinöl. Nach Trocknung überstreichbar. Ich habe mal ein altes Holztor damit gestrichen....und aus Faukheit auch über das schon recht rostige Schloß daran....Das Schloß hat trotz Witterung keinen weiteren Rost mehr entwickelt, ohne Überstreichen.
Gruß Guido
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