ich habe eine Frage, bei der ich leider etwas ausholen muss:
Mein Explorer hat lange Standzeiten, jedesmal einige Wochen.
Zusammen mit dem "Euro-2-Phänomen", dass der Motor beim Kaltstart in der ersten Sekunde hohe Drehzahlen erreicht, jagt mir der Startvorgang jedesmal einen kalten Schauer über den Rücken.
Mir geht es im Folgenden um Prophylaxe, also um die Frage, wie ich den Startvorgang nach 2-3 Wochen Standzeit möglichst schonend für den Motor und die Kettenspanner / Ketten gestalten kann.
Auch der "Scorpio 24v" (Cosworth-BOB-Motor) ab Modelljahr 1995 hatte massive Steuerkettenprobleme. Schlimmer noch als im Explorer SOHC, denn beim BOB rissen die Steuerketten während der Fahrt unvermittelt und irgendwann gab es nicht einmal mehr Ersatzteile, um diese vorsorglich zu tauschen.
Um die Steuerketten, die aufgrund von Öldruckmangel in den Spannern üblicherweise nach dem Kaltstart klapperten, zu schonen, sind wir damals auf die Idee gekommen, mit Vollgas zu starten. Bei den deutschen Ford-Einspritzern wurde dadurch gar kein Benzin eingespritzt und der Motor konnte ersteinmal über die Anlasserdrehungen Öldruck aufbauen. Dann ein zweiter Startversuch - und voila, er startete ohne klappern. Das funktionierte über Jahre prima!
Das Starten mit Vollgas nannte sich nach meiner Erinnerung in den Bedienungsanleitungen "Starten bei überflutetem Motor" und hatte eigentlich den Zweck, bei abgesoffenem Motor diesen leichter wieder zu starten, indem kein neues Benzin eingespritzt wird.
Nun die Frage: Gibt es diese Funktion auch beim SOHC? In den Anleitungen habe ich nichts gefunden - und einfach so ausprobieren mag ich es nicht. Ich würde mir jedoch denken, dass diese Funktionen weltweit einheitlich bei Ford programmiert sein müssten (zumal der Motor ja auch aus D kommt).
