SOHC Explorer ohne Steuerkettenproblem

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dewib
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Beitrag von dewib »

Steuerketten Verschleißteile?? So wie Kolbenringe, Pleuellager und Klimakompressor. ;)

Nicht alles was irgendwann vielleicht mal kaputt gehen kann, ist ein Verschleißteil. :D
DUCT TAPE!
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kadze
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Beitrag von kadze »

Ich verstehe eigentlich nicht, warum sich hier so viele über die Steuerketten bzw. deren Verschleiß aufregen/auslassen/wundern - was auch immer.

Das ist von den Konstrukteuren/Ingenieuren unglücklich gelößt und der verwendete Kunststoff ist schneller spröde, als das wahrscheinlich geplant war. Das Ergebnis ist eine recht aufwändige und daher kostspielige Reparatur.

ABER: Die IIer, die jetzt so im Umlauf sind und ver- und gekauft werden sind alle minimum 11 Jahre alt. Fast alle haben deutlich über 100.000km auf der Uhr, manche deutlich über 200.000km.
Ford hat den Explorer als Fun- und Familienauto konzipiert. Der mußte nicht 30 Jahre halten. Das ist ein Gebrauchs-, vielleicht nach amerikanischer Philosophie sogar ein Verbrauchsgut. Da gibt es eine ganz andere Erwartungshaltung bezüglich Qualität, Anmutung und Preis.

Keiner hier verliert auch nur ein Wort über die knarzenden Plastikverkleidungen, die fehlenden Ablagemöglichkeiten, den schlechten Rostschutz, die durchhängenden Blattfedern, die schlechte Zugänglichkeit der oberen Befestigung an den hinteren Stoßdämpfern, ... und so weiter und so weiter. In einem deutschen Auto wäre das einfach indiskutabel und eine Ungeheuerlichkeit dem Verbraucher so etwas anzubieten.

Weiter oben ist es bei vielen ja schon angeklungen, daß andere Hersteller auch so ihre Probleme bei bestimmten Baureihen haben. Na und?

Wenn hier einer ist, der sich einen Explorer gekauft hat ohne sich im Vorfeld mal ein bisschen informiert zu haben, der hat kein Mitleid verdient.
Auf fast allen Verkaufsportalen sind Tests abrufbar. Im Internet sind sehr viele Information sofort zugänglich. Keiner macht ein Geheimnis aus den Pro's und Con's von diesem Auto. Was soll's also.
Wenn ich so ein Auto haben will, dann fange ich gefälligst vorher mal das Denken und das Rechnen an und dann hab ich immer noch 2-3 Mille im Sparstrumpf falls es mal richtig doof läuft.


Wer mit den großen Hunden ...

PS: Ich habe mir keinen Cayenne gekauft, weil ich mir's nicht leisten kann. Und das weiß ich vorher ;)
Gruß Gregor (kadze)

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ehemals 2000er SOHC, jetzt FZJ80 + XP 4 V8
XPneu
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Beitrag von XPneu »

kadze hat geschrieben:Nein.

Gegenfrage: Gibt es das bei anderen Automarken?
Ja!

Meinen alten Mercedes 230GE: Nach 431.000 Kilometern hat sich die Kurbelwelle mit einem häßlichen Geräusch verabschiedet; die Kette war bis dato gerade gut eingefahren... :lol:

Stefan
Grüße, Stefan

"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung." Kaiser Wilhelm II
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Fliesör
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Beitrag von Fliesör »

Also ich denke Fehler wirst Du bei jeder Automarke finden. Die Steuerkettenproblematik ist natürlich kostspielig.
Aber guck Dir z.B. mal den Audi a6 4B an, mit dem 2,5 TDI. Da haben
auch fast alle Probleme mit eingelaufenen Nockenwellen.
Oder z.B. das Multitronicgetriebe.....
Gruß Mario

Explorer II, SOHC, BJ. 98, Black Edition
Nene

Beitrag von Nene »

Beim mitlesen ist mir aufgefallen das die genannten Autos alle Reihenmotore haben, mit 4oder6 Zylindern.

Keiner hat einen V-Motor genannt, und warum?

Ich hab da 2 Möglichkeiten:
1.: Es hatte noch keiner einen deutschen V-Motor mit Ketten
2.: Die haben die gleichen Probleme
desa
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Beitrag von desa »

@ Nene

Da hast du Recht, mir bekannte deutsche V6 haben ebenfalls Ihre Probleme mit der Steuerkette (VW Golf Vr6, 2,8 & 3,2). Jedoch nicht mit der Häufigkeit die der Explorer SOHC Motor ausweist
Ford Explorer 2 mit 4,0-Liter-V6-Motor (SOHC)

Bmw e60 525d - Bj 2/2007

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cricri4168

Beitrag von cricri4168 »

:) Dazu sollte man auch erwähnen dass andere Fahrzeuge mit Zahnriemen auch alle 80'000Km oder spätestens in 5 Jahren gewechselt werden müssen, und da unsere EX doch schon viele einige Jahre auf dem Buckel haben, gehöhrt das halt dazu.

Auch an einem 190MB 2.3 mussten Steuerketten ersetzt werden nach 150'000km, da Diese sich an den Schlitten aus metall abwetzten.
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guidolenz123
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Beitrag von guidolenz123 »

Zahnriemenwechsel oder Steuerkette beim flotten Babybenz sind pekuniär aber eine andere Hausnummer als beim EX.
Guido
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Sebi1987
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Beitrag von Sebi1987 »

joa milchmädchenrechnung.dafür war der benz auch schon in der anschaffung teurer u.s.w et muss halt gemacht werden genau wie getrieberevisionen oder durch gasanlagen verschlissene köpfe.da bringt alles wenn und aber nix ;-)

der sohc war halt ne low budget entwicklung.und dafür läufter doch gut oder?
1999 Ford Ranger XLT 4x4 (USA),Stepside, extra cab, 4.0 ohv mit Teilen aus allen Baujahren
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Beitrag von guidolenz123 »

Ich kann bei meinem nicht meckern...hoffe das bleibt auch so.(Angebl. neuer Motor bei Kauf).
Aber teuer sind Benze gebraucht nicht. Man findet immer wieder fast neuwertige Ringeltäubchen für angemessene Kasse.
Neupreis ist freilich was anderes...aber sowas brauchts nicht wirkl..
Alle meine Benze (auch die für meine Söhne) waren minimum 10 Jahre bis max. 20 Jahre alt bei Kauf. Bis auf einen Heckschaden laufen alle noch. ...ohne jeden Rost mit ca 90000 bis max. 140000km bei Kauf vor 10 bis 3 Jahren.

Mein 500SEC --mittlerweile 195000km drauf und seit knapp 10 Jahren in meinem Besitz---hatte seitdem keine Reparatur außer Bremsen,Auspuff,Batterie,Reifen und Kleinteile.Und fährt immer noch wie neu. Mal schaun was der EX in dieser Zeit an Zuwendung braucht. Bis jetzt bin ich zufrieden.
Apropos Lowbudget-Entwicklung. Stammt der 4-Liter-Motor nicht in direkter Linie vom Kölner 6-Zyl-Motor aus Ende 60er bis Anfang 70er ab?
Ich glaube dies iwo gelesen zu haben.

Guido
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cricri4168

Beitrag von cricri4168 »

:D Damals im Jahr '92 -'95 Arbeitete und Wohnte ich in Dland, Biberach a.d.Riss / Warthausen, bin aus der Schweiz Ausgewandert, wollte nicht mehr zurück.
Bin mit meinem alten Granada 2.8 i nach Dland gekommen und musste erfahren dass der Granada beim Tüv keine Chance mehr hatte zum anmelden. Also habe ich mich auf die Suche gemacht für ein kleines Günstiges Fahrzeug, dabei dachte ich an einen Golf CL oder so, vorübergehend, als ich zur Versicherung gegangen bin um mich zu erkundigen was das kosten sollte war ich baff, Der alte Golf mit 190'oookm aufm Tacho für 5700-DM, kostete 990.- DM Steuer und 2100.- DM versicherung, Der 190 MB war in anschaffung und 175'oookm für 5000.-DM ausgeschrieben, Steuer 330.-DM und Versicherung 960.-DM.
Begründung der Differenz, Ein Golf wird gerne Gestohlen, ein 190MB ist nicht so beliebt.
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Sebi1987
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Beitrag von Sebi1987 »

ist heute nich anders.der ranger is mit abstand in der versicherung das günstigste auto was ich je hatte.
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Beitrag von anncarina »

@sebi: Wieso war der Tdi ein Fehler? Kennste nicht die reihenweise verreckenden 1,6 TD im Vorgänger?

Es gibt bei JEDEM Auto eingebaute Fehler und grad bei den Steuerketten wirds ja wieder wilder. Die Erwähnten VR6 schleifen die Spannernieten ab was gleichbedeutend ist mit einem kapitalen Motorschaden. Die kleinen Opels und MB genauso. Da ist der XP mit seinem rasseln doch sehr human weil man sogar noch in die Werkstatt fahren kann. Und zur Reparaturfreundlichkei:. Beim VR6 läuft die auch an der Getriebeseite und beim A Klasse muss der halbe Wagen zerlegt werden. Also was soll daran besser oder schlechter sein? Bei den Zahnriemenmotoren vom Schlag eines V6 Tdi kostet der Zahnriemenwechsel auch schon mal 1500€. Also gilt das auch nicht. Es bleibt dabei: Ein XP der SOHC Serie ist schon ein ziemlich gutes Auto. Auch wenn´s - wie schon vom Gregor erwähnt - gar nicht dazu gedacht war älter als 8 Jahre zu werden oder mehr als 200000KM zu laufen. Das belegt ja auch schon die Preispolitik von Ford USA. Der Explorer kostet dort soviel wie hier ein Golf mit ähnlicher Ausstattung.
www.anncarina.de
Schaden.- und Wertgutachter spezialisiert auf US Ford.
Geht nicht? Gibt's nicht!
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Walterd
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Beitrag von Walterd »

Ob ich nun bei einem Auto alle 80000 km für 5 bis 7000€ den Zahnriemen tauschen lasse, oder wie beim Explorer den Steuerkettensatz nach 200000km für 1500€, das kommt für mich so ziemlich zum selben raus.
Ist zwar eine dicke rechnung auf einmal, aber letztendlich nicht teurer. :D :D :D :D :D
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Nene

Beitrag von Nene »

Walterd hat geschrieben:Ob ich nun bei einem Auto alle 80000 km für 5 bis 7000€ den Zahnriemen tauschen lasse,
7000.-€ für nen Zahnriemen :?

Der kommt aber dann sicher aus Malorca und ist vergoldet! :wink: :D
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