Steuerkette - Eine Frage ist noch offen

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Ohelm
Beiträge: 2
Registriert: 31.08.2006 23:11

Steuerkette - Eine Frage ist noch offen

Beitrag von Ohelm »

Hallo,

bin neu hier und erst mal ein "Halloooo zusammen"!

Ich hoffe, jetzt nicht das Thema "Steuerkette" zum 326ten Mal aufzurollen und habe mich durch etliche Threads schon mal durchgewuselt. Die Frage, die ich noch habe ist:

500 bis 3000 Euro - je nach dem ob vorne oder hinten, primär oder sekundär... etc... schon klar. Aber:
Mal angenommen der XP2, November 96 207 PS (also Modell 97?!?) hat NOCH KEINE Geräusche... Ich würde gerne die Spanner präventiv austauschen, denn das scheint ja die Ursache zu sein / zu werden.... ist das dann der gleiche Aufwand oder ist ein präventives Austauschen der Spanner unkomplizierter/billiger?

Hintergrund dieser und der folgenden zweiten Frage ist, dass ich meinen Explorer erst kaufen möchte :-))) Und bei einem 10 Jahre alten Auto kann man halt nicht mehr viel auf Vorbesitzerangaben vetrauen bzw. ist eine lückenlose Dokumentation aller gewesenen Werkstattbesuche kaum mehr zu finden. Ich muss halt einfach vom Worst Case ausgehen und damit rechnen, dass mich die Steuerkettengeschichte früher oder später erwischen wird... oder kann ich die wie eben beschrieben durch eine günstigere Präventivmaßnahme ausschließen?!?

Und da wären wir bei Frage zwei:
Kaufen mit Garantie... Es gibt kaum Explorer bei Ford Händlern. Die meisten "vom Händler" sind dann diese "Gemischtwaren-Straßenrand-Auto2000Paradies-Teppichhändler"... :-) Ja, das sind schon Händler, aber niemend weiß, ob die in einem Jahr noch existieren. Aber oft bieten die ja dennoch Garantien an, die sie wiederum durch externe Versicherungen absichern. Mir egal. Soll mir recht sein. Nur: Haben diese Drittanbieter-Garantiversicherungs-Zertifikate ALLE die hier oft schon gelesene Klausel "...außer Zahnriemen/Steuerkette..." ?!?

So... und jetzt ins juristische Detail: Die Versicherungen versichern alle beweglichen Teile außer die Riemen und die Ketten... Gut... Wenn ich nun den Fehler im Frühstadium bemerke, müssen ja nur die Spanner getauscht werden. Das sind halt keine Ketten - sondern Spanner! Und sie sind beweglich.


Oder ansonsten: Wie soll ich mich beim Kauf vom nicht-Ford-Händler verhalten?!? Davon ausgehend, dass 10jährige Dokumentationen kaum mehr vorhanden sind?!? Ja, OK, Lauschen, beim Lastwechsel genauer hinhören, usw... ja, aber was bringt mir das?!? Ja ok, wenns klickert ist alles klar. Nicht kaufen. Aber was bringt mir das im Umkehrschluss? Wenns nicht klickert ist alles klar?!? Nein. Wenns nicht klickert, dann kommts vielleicht in 10.000km.
Hmm... was tun? Total wahnwitzig war im ersten Moment ein Tipp im 8_Seiten-Beitrag "lieber einen Explorer mit VIELEN km kaufen". Hmm.. Aber wenn man darüber nachdenkt stimmts: Wenn bei einem 250.000km Explorer NICHTS klickert, dann wird's zu 99% schon ausgewechselt worden sein *g*... Naja, der den ich ins Auge gefasst habe hat knapp 150.000. Ich denke, da kann man leider noch nicht diese Schlussfolgerung anwenden, oder? Worauf also achten?

Gruß und Danke schon mal,

Axel
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Ramius
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Beitrag von Ramius »

Moin Axel,
ich würde die Spanner nicht präventiv wechseln. Solang nix rasselt ist's doch okay. Wenn du keine Werkstatthistorie zum Fahrzeug hast, kann es ja durchaus sein, dass schon was in der Richtung gemacht wurde.
Spanner tauschen, geht aber recht unkompliziert. Haben auch schon welche selbst gemacht. Ich selbst hab es unlängst bei Ford machen lassen.
Es soll jedoch nicht ganz risikofrei sein wenn alte Ketten und Gleitschienen durch neue Spanner gestrafft werden. In einem benachbarten Werkstatt ist es passiert, dass einem XP Kunden 1000 km nach Spannerwechsel eine Kette um die Ohren geflogen ist.

Einen Explorer im "richtigen" Autohaus zu bekommen, scheint tatsächlich immer schwieriger zu werden. Die weigern sicht strikt, solche Kisten anzukaufen. Und wenn die mal einen haben, schieben sie die schnellstmöglich an die ausländischen Händler weiter. Hauptsache vom Hof das Teil.
Kauf den von privat. Da hast du zwar keine Garantie, bekommst wahrscheinlich den best möglichen Preis und kannst dir bei 1. Hand und Scheckheft auch relativ sicher sein, dass weitestgehend alles i.O. ist.
Hier im Board werden ja auch ab und an XP's angeboten.
Zuletzt geändert von Ramius am 01.09.2006 15:53, insgesamt 1-mal geändert.
Es grüsst der Ramius.
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micha2
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Beitrag von micha2 »

Frage doch mal beim Ford (Werkstatt) nach und lasse eine OASIS-Abfrage machen.
Da kann man dir sagen was schon alles gemacht wurde (bei Ford) .

Oder hier:
http://www.carfax.com/
Das Leben ist voller Überraschungen, es ist nicht immer edel oder erhaben, manchmal ist es absurd, aber es gibt immer eine Hoffnung.
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Michl
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Beitrag von Michl »

Hallo micha2,

auch eine Frage zum Thema Steuerkettenprobleme :roll: ich hab einen XP I ist da Nur Eine Steuerkette drin :?: und ist da auch mit solch einem Problem zu rechnen :oops: :shock: :wink: oder ist der XP I da außen vor :roll: :?:


Gruß
Michl
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Ramius
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Beitrag von Ramius »

Betrifft nur XPII SOHC.
Es grüsst der Ramius.
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micha2
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Beitrag von micha2 »

Wurde schon von Ramius beantwortet.
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HGW
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Beitrag von HGW »

Hallo zusammen,

> Einen Explorer im "richtigen" Autohaus zu bekommen, scheint tatsächlich
> immer schwieriger zu werden. Die weigern sicht strikt, solche Kisten
> anzukaufen.

wobei das nur teilweise am Explorer und seinen spezifischen Problemen liegt (die kennen viele Händler gar nicht) - vielmehr stehen die vergleichsweise geringen Werte dieser älteren Fahrzeuge in keinem Verhältnis zum finanziellen Risiko, das die Händler im Rahmen der Gewährleistung abdecken müssen. (Das betrifft also auch eine Menge älterer Oberklassefahrzeuge.)

Wenn allein Getriebe und Verteilergetriebe schon 6.500 Euro "Risikowert" darstellen (die Steuerkettenthemen kommen da noch oben drauf) - was soll ein Explorer dann beim Händler kosten? :shock:

Das ist auch der Grund, warum die Händler dann kommerzielle Gebrauchtwagen-Versicherungen zwischenschieben, auf die sie das Risiko abwälzen können. (Wie in diesem Zusammenhang mit den Ausschlussklauseln in der Versicherung umgegangen werden muss, also ob die Gewährleistung dann wieder auf den Händler zurückfällt, weiss ich leider nicht).

Die Händler arbeiten auch mit anderen Methoden, um das Gewährleistungsrisiko in Grenzen zu halten, z.B. Dekra-Gutachten, die den Zustand zum Zeitpunkt des Kaufs festhalten oder sie lassen sich die Einzelpositionen als "zum Zeitpuntk des Kaufs einwandfrei" unterschreiben. Und dann gibt es da noch die Fahrzeuge, die "im Auftrage" verkauft werden. Man steigt da als Käufer kaum noch durch, welche Rechte man hat und welche nicht.
Omnes viae Schöffengrundam ducunt

Ford Explorer SOHC Bj. 98
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