Problem mit Schutzgas schweißen – „wulstige“ Nähte
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Problem mit Schutzgas schweißen – „wulstige“ Nähte
Vielleicht sind ja hier ein paar Schweißprofis, die mir mal ein Tipp geben können.
Ich hab da ein Problem, nicht nur seit heute, sondern schon länger. Ich bekomme es einfach nicht geregelt.
Hab vor etwa einem Jahr mit dem Schutzgas schweißen angefangen und hab schon das ein oder andere Kilo an Schweißdraht verarbeitet.
Mittlerweile hält es nicht nur, sondern die Nähte sehen auch relativ gut und gleichmäßig aus, nur eine Sache bekomme ich nicht in den Griff:
Meine Näht sind immer so wulstig/dick, sieht man vor allem bei Kehlnähten, was in meinen Augen wohl an zu großer Materialzugabe liegt. Halten tut es, nur es sieht nicht aus, wie naja ne professionelle Schweißnaht. Dreh ich den Drahtvorschub runter, fängt der Brenner an zu schießen, heißt es bildet sich an der Spitze des Schweißdrahtes ein Tropfen der dann wenn er schwer genug ist unter einem Knall auf das Werkstück geschleudert wird. Das stimmt dann überhaupt nicht. Wenn ich die Geschwindigkeit mit der ich den Brenner bewege erhöhe, bekomme ich Lücken in der Schweißnaht, ist auch nicht in Ordnung. Versuche mit unterschiedlicher Stromstärke, haben mich auch nicht zum Erfolg gebracht.
Wenn ich die Pendelbewegung möglichst gering halte, hab ich Schwierigkeiten, beide Werkstücke gleichmäßig zu verbinden.
Auch klingt das Schweißgeräusch, ziemlich rau.
Irgendwie hab ich da ein prinzipielles Problem, nur welches.
Mein Gerät ist ein Güde 155 Schutzgasgerät. Meistens schweiße ich mit 0,6er Draht.
Einstellungen sind oft ¾ Strom (so etwa 80A) und Drahtvorschub 6-7 von 10 (Die Angabe wird jetzt nicht viel bringen, wird bei jedem Gerät unterschiedlich sein) Als Gas nutze ich Mischgas, Volumen etwa 12l/min.
Ich hab da ein Problem, nicht nur seit heute, sondern schon länger. Ich bekomme es einfach nicht geregelt.
Hab vor etwa einem Jahr mit dem Schutzgas schweißen angefangen und hab schon das ein oder andere Kilo an Schweißdraht verarbeitet.
Mittlerweile hält es nicht nur, sondern die Nähte sehen auch relativ gut und gleichmäßig aus, nur eine Sache bekomme ich nicht in den Griff:
Meine Näht sind immer so wulstig/dick, sieht man vor allem bei Kehlnähten, was in meinen Augen wohl an zu großer Materialzugabe liegt. Halten tut es, nur es sieht nicht aus, wie naja ne professionelle Schweißnaht. Dreh ich den Drahtvorschub runter, fängt der Brenner an zu schießen, heißt es bildet sich an der Spitze des Schweißdrahtes ein Tropfen der dann wenn er schwer genug ist unter einem Knall auf das Werkstück geschleudert wird. Das stimmt dann überhaupt nicht. Wenn ich die Geschwindigkeit mit der ich den Brenner bewege erhöhe, bekomme ich Lücken in der Schweißnaht, ist auch nicht in Ordnung. Versuche mit unterschiedlicher Stromstärke, haben mich auch nicht zum Erfolg gebracht.
Wenn ich die Pendelbewegung möglichst gering halte, hab ich Schwierigkeiten, beide Werkstücke gleichmäßig zu verbinden.
Auch klingt das Schweißgeräusch, ziemlich rau.
Irgendwie hab ich da ein prinzipielles Problem, nur welches.
Mein Gerät ist ein Güde 155 Schutzgasgerät. Meistens schweiße ich mit 0,6er Draht.
Einstellungen sind oft ¾ Strom (so etwa 80A) und Drahtvorschub 6-7 von 10 (Die Angabe wird jetzt nicht viel bringen, wird bei jedem Gerät unterschiedlich sein) Als Gas nutze ich Mischgas, Volumen etwa 12l/min.
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Falk
Hallo Micha
Im geschilderten Fall gehe ich von einem zu hohen Drahtvorschub oder zu geringer Stromstärke aus.
Eins von beiden musst du angleichen. Je nach Materialstärke was du verarbeitest.
Dünnes Blech - Drahtvorschub runter und eventuell langsamer schweißen.
Dickes Blech - Stromstärke rauf
Dann sollte es auch flachere Nähte geben.
Wichtig ist auch, dass der Drahtvorschub ruckfrei läuft. Hat auch viel mit der Drahtqualität zu tun. Bzw. der Qualität der Vorschubeinrichtung.
Der Einfachheit halber verwende ich eine 0.8er Düse für 0.6er Draht. Läuft einfach "flüssiger".
Das Schutzgasschweißen mit diesen "Heimwerkerschweißgeräten" verwende ich praktisch nur für dünnes Blech bzw. Karosseriearbeiten.
Für stärkere Materialen greife ich da lieber zur Elektrode.
Und an wirklich sicherheitsrelevanten Teilen lasse ich meinen Schlosser die Nähte ziehen.
Im geschilderten Fall gehe ich von einem zu hohen Drahtvorschub oder zu geringer Stromstärke aus.
Eins von beiden musst du angleichen. Je nach Materialstärke was du verarbeitest.
Dünnes Blech - Drahtvorschub runter und eventuell langsamer schweißen.
Dickes Blech - Stromstärke rauf
Dann sollte es auch flachere Nähte geben.
Wichtig ist auch, dass der Drahtvorschub ruckfrei läuft. Hat auch viel mit der Drahtqualität zu tun. Bzw. der Qualität der Vorschubeinrichtung.
Der Einfachheit halber verwende ich eine 0.8er Düse für 0.6er Draht. Läuft einfach "flüssiger".
Das Schutzgasschweißen mit diesen "Heimwerkerschweißgeräten" verwende ich praktisch nur für dünnes Blech bzw. Karosseriearbeiten.
Für stärkere Materialen greife ich da lieber zur Elektrode.
Und an wirklich sicherheitsrelevanten Teilen lasse ich meinen Schlosser die Nähte ziehen.
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Alterspinner
Das Problem ist ganz einfach..
verschiedene Blechstärken erfordern meisst auch verschiedene Drähte...
wenn du bei 1000Nadel einstellung einfach mal schneller ziehst könnte es hinhauen ..
wobei .. je nachdem wass du schweißt musst du auch das Material gut anschmelzen.. das wiederum wäre besser mit einer Elektrode zuschweißen..
Für Bleche .. ist Schutzgas Ok..
verschiedene Blechstärken erfordern meisst auch verschiedene Drähte...
wenn du bei 1000Nadel einstellung einfach mal schneller ziehst könnte es hinhauen ..
wobei .. je nachdem wass du schweißt musst du auch das Material gut anschmelzen.. das wiederum wäre besser mit einer Elektrode zuschweißen..
Für Bleche .. ist Schutzgas Ok..
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Falk
Hallo Micha
Mit dünnem Blech ist hier so 0,75-1,00 mm gemeint.
Dickes ist 1,5 - max. 2,00mm. Bei letzteren brauchts schon am besten einen Luftspalt zum Stoßschweißen.
Dickeres Blech bleibt einfach "zu kalt".
Das ist das was Ranger meint mit "Material gut anschmelzen".
Dafür reicht die Leistung der "Heimwerkerschweißmaschinen" einfach nicht aus.
Wenn du mit deinen max. 150A eine Raupe auf dickes (<2mm) kaltes Blech ziehst, wird die immer so aussehen, wie du sie oben beschrieben hast.
Machst du das mit einem billigem (29,95 € im Baumarkt) 140A E(lektroten)-Schweißgerät hast du den gewünschten Effekt.
Mit dünnem Blech ist hier so 0,75-1,00 mm gemeint.
Dickes ist 1,5 - max. 2,00mm. Bei letzteren brauchts schon am besten einen Luftspalt zum Stoßschweißen.
Dickeres Blech bleibt einfach "zu kalt".
Das ist das was Ranger meint mit "Material gut anschmelzen".
Dafür reicht die Leistung der "Heimwerkerschweißmaschinen" einfach nicht aus.
Wenn du mit deinen max. 150A eine Raupe auf dickes (<2mm) kaltes Blech ziehst, wird die immer so aussehen, wie du sie oben beschrieben hast.
Machst du das mit einem billigem (29,95 € im Baumarkt) 140A E(lektroten)-Schweißgerät hast du den gewünschten Effekt.
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Aha, bin ich schon etwas schlauer. Ich danke Euch schonmal.
Werd heute nochmal, Versuche anstellen.
Wenn nicht werd ich damit leben, weil Elektrode ist nicht, kann ich nicht und hab auch keine richtige Lust auf die Spitz- und Kleberei.
Beim Fachabi musste ich das in der Schule machen, ich fands grausig. Mig/Mag und Wig hat mir mehr gelegen.
Werd heute nochmal, Versuche anstellen.
Wenn nicht werd ich damit leben, weil Elektrode ist nicht, kann ich nicht und hab auch keine richtige Lust auf die Spitz- und Kleberei.
Beim Fachabi musste ich das in der Schule machen, ich fands grausig. Mig/Mag und Wig hat mir mehr gelegen.
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Falk
Ja, sieht doch schon ganz passabel aus.
Wichtig wäre jetzt noch mal "hinter" die Naht zu schauen. Also die Schweißnaht wieder aufbrechen.
Dann sieht man auch, wie belastbar sie ist.
Ob sie komplett durchgeschweißt oder nur an den Rändern mit dem Blechplatten verschmolzen ist.
Wie schon oben geschrieben. Für so etwas nehme ich die Elektrode. Geht schneller, sauberer und es wird auf alle Fälle durchgeschweißt.
Wichtig wäre jetzt noch mal "hinter" die Naht zu schauen. Also die Schweißnaht wieder aufbrechen.
Dann sieht man auch, wie belastbar sie ist.
Ob sie komplett durchgeschweißt oder nur an den Rändern mit dem Blechplatten verschmolzen ist.
Wie schon oben geschrieben. Für so etwas nehme ich die Elektrode. Geht schneller, sauberer und es wird auf alle Fälle durchgeschweißt.
Wie ich auch schon parallel im OF schrieb, kann ich aber mit einem Baumarktgerät bei maximalem Brums und geringer Drehtzufuhr, einen maximalen Einbrand mit Abschmelze bei Materialien von viel größeren Dicken erreichen.
El Grafes Ersatzradträger hat u.a. zwei 17mm Streben, die ich geschweist habe.
Soll ich vormachen?
El Grafes Ersatzradträger hat u.a. zwei 17mm Streben, die ich geschweist habe.
Soll ich vormachen?
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Falk
Ein Einhell SGA Turbo 132 (oder so ähnlich). Schlägt sich erschreckend gut für seine 255 Euro Kaufpreis.
Bei Stufe 4 muss ich schon aufpassen, damit brenne ich 2mm Bleche wie Butter weg
Obwohl ich fast das gefühl habe, neue neue Technik erfunden zu haben. Viel Power, wenig Vorschub, kurzer Lichtbogen. So hat kann man langsam seine Naht ziehen, die aufgrund des Vorschubs schön innenkehlig wird, aber sich dolle ins Material einbrennt. Geht aber nur von oben nach unten und schräg geht schon wieder nicht, da muss man es klassisch machen, mit mehr Vorschub.
Bei Stufe 4 muss ich schon aufpassen, damit brenne ich 2mm Bleche wie Butter weg
Obwohl ich fast das gefühl habe, neue neue Technik erfunden zu haben. Viel Power, wenig Vorschub, kurzer Lichtbogen. So hat kann man langsam seine Naht ziehen, die aufgrund des Vorschubs schön innenkehlig wird, aber sich dolle ins Material einbrennt. Geht aber nur von oben nach unten und schräg geht schon wieder nicht, da muss man es klassisch machen, mit mehr Vorschub.
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Alterspinner
... wie ich sehe macht ihr alle gerade den kleinen schweißfachmann..
dicke Materialien gehören mit der Elektrode geschweißt...
ansonsten müsst ihr das Material anschrägen und je eine Wurzel Zwischen und Deckschichtschweißen..
aber ihr werdet eure nähte ja auch nicht röntgen lassen..
so wie bei uns..
dicke Materialien gehören mit der Elektrode geschweißt...
ansonsten müsst ihr das Material anschrägen und je eine Wurzel Zwischen und Deckschichtschweißen..
aber ihr werdet eure nähte ja auch nicht röntgen lassen..
so wie bei uns..
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Alterspinner
Schutzgasschweissen!
Hallo Leute!
Endlich mal wieder ein Beitrag,der mich in's Herz trifft.Als gelernter Karrosseriebauer muss ich sagen,daß das Schweissen reine Übungssache ist.Gerade Schutzgasschweissen ist auch für Laien kinderleicht zu erlernen.Habe mir selbst zu Weihnachten 2005 ein Einhell 170Ampere 230 Volt Schutzgasgerät bei EBAY für den Keller-und Garageneinsatz gegönnt,und auf Stufe 3 von 4 läßt sich auch an 10mm Material super brutzeln.Und die 16 Ampere Sicherung bleibt auch drin.Also,üben ,üben,üben.....
Endlich mal wieder ein Beitrag,der mich in's Herz trifft.Als gelernter Karrosseriebauer muss ich sagen,daß das Schweissen reine Übungssache ist.Gerade Schutzgasschweissen ist auch für Laien kinderleicht zu erlernen.Habe mir selbst zu Weihnachten 2005 ein Einhell 170Ampere 230 Volt Schutzgasgerät bei EBAY für den Keller-und Garageneinsatz gegönnt,und auf Stufe 3 von 4 läßt sich auch an 10mm Material super brutzeln.Und die 16 Ampere Sicherung bleibt auch drin.Also,üben ,üben,üben.....
@Ranger: Ja, ich weiss, dass es genug Leute gibt, die nur Klebenähte erzielen. Anfangs war es bei mir nicht anders. Aber nachdem ich nun fast drei 20l Gasflaschen leer gemacht habe, sind die Nähte schon akzeptabel und tragend. Immerhin ist bei unserem Rallye-Fahrzeug quasi die Hälfte geschweisst.
@Reiner: Jau, sehe ich auch so. Obwohl mein gerät dier 16A schon öfter rausgefetzt hat.
@Reiner: Jau, sehe ich auch so. Obwohl mein gerät dier 16A schon öfter rausgefetzt hat.


