Achübersetzung 4.56 notwendig?

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Ramius
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Achübersetzung 4.56 notwendig?

Beitrag von Ramius »

Hallo zusammen,
was meint ihr?
Was ist zu erwarten, wenn man 33x12.5er Bereifung aufzieht, ohne die Achübersetzung zu ändern?
Die Bereifung ist ja ca. 20% grösser als original.
Kraft geht verloren, wobei bei z.B. Tempo 100 die Motordrehzahl niedriger wäre. Kompensieren die 4l die aufzubringende Kraft? Verbraucht der dann mehr? Oder gar weniger, weil dreht ja niedriger.
Woher nimmt das Getriebe den Schaltzeitpunkt? Kombination aus Drehzahl und Geschwindigkeit? Was wird passieren?
Ich denke mal, dass eine Verkürzung der Achsen auf 4.56 Sinn macht.
Dann wäre es zwar minimal kürzer als 20% aber fast wieder im alten Verhältniss.
Es grüsst der Ramius.
Fährt nur noch Rad
Dani
Beiträge: 1854
Registriert: 25.07.2005 19:34

Beitrag von Dani »

Ich bin sicher dass er mehr verbraucht ohne Änderung an der Übersetzung.
Ich würde mal auf so etwa 18-19l tippen...

Das Problem ist, dass Du nicht vom Fleck kommst wenn Du gleich viel Gas gibst wie mit Serienbereifung. Er wird sehr träge. Die Kasseler Berge kannst dann auch ohne Anhänger mit OD fahren :shock:
Ich merke das schon ein wenig mit meinen 32x11,5x15. Der Verbrauch ist um etwa 1,5-2l gestiegen. Das hängt sicherlich minim auch mit der Art des Reifens zusammen; ich denke, dass alleine schon ein MT-Profil fast einen Liter ausmacht.
Die Kraft des Hebelarmes muss ja auf Grund des grösseren Durchmessers auch höher sein. Somit muss der Motor auch immer genug Drehmoment liefern - und das kommt mit mehr Kraftstoff oder eben einer anderen Übersetzung damit der Motor weniger Drehmoment liefern muss...
Also ich würde die Übersetzung ändern!
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

unter anderem liegt es dann auch an den falschen werten die der vss liefert..
sofern der nicht angepasst wird..
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Ramius
Beiträge: 1344
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Beitrag von Ramius »

Das habe ich mal im Or-F zum Thema Achsübersetzung gestohlen. :o
Hier ist man allerdings der Meinung:
lange Übersetzung, geringe Drehzahl, niedriger Verbrauch.
kurze Übersetzung, hohe Drehzahl, hoher Verbrauch.
Gut, hier geht es im Speziellen um Jeep. Sicher auch mit Schaltgetriebe und nicht Automatik.



Ein paar grundsätzliche Überlegung zu Achsübersetzungen:

Die obigen Tabellen zeigen die jeweilige Motordrehzahl bei etwa 100 km/h an (in etwa, weil die dortigen Angaben zwischen 60 mph und 65 mph variieren, was beides nicht genau 100 km/h entspricht).

Bei der obersten Tabelle gibt es einen rötlichen Bereich, der den theoretischen Idealzustand darstellen soll. Die darunter und darüber liegenden gelben Bereiche sind aber auch verwendbar.

Mal abgesehen vom Angebot an Übersetzungen (nicht bei jedem Fahrzeug ist die Auswahl groß) kann man dann entscheiden, welche Übersetzung am sinnvollsten wäre.

Grundsätzlich gilt:
Je länger eine Achsübersetzung, desto höher die theoretische Endgeschwindigkeit und desto geringer der Kraftstoffverbrauch.
Je kürzer eine Achsübersetzung, desto besser die Beschleunigung und die Durchzugskraft und desto höher der Verbrauch.

Grob gesagt sollte die Drehzahl mit den größeren Rädern (kleinere wird hier kaum jemand verwenden) in etwa der ursprunglichen Drehzahl mit Originalbereifung entsprechen, wobei sie ruhig etwas höher liegen sollte, bedingt durch das größere Gewicht, größeren Rollwiderstand etc.

Fährt man überwiegend auf der Straße, kann man allerdings auch ruhig eine längere Achsübersetzung wählen, macht sich positiv im Verbrauch bemerkbar - wird sie aber zu lang, wird das Fahrzeug zu träge

Fährt man viel im Gelände, und legt mehr Wert auf gute Beschleunigung auf der Straße, kann man auch eine kürzere Übersetzung wählen - man wird allerdings mehr verbrauchen.

(viele Hersteller haben deshalb in den letzten Jahren die originalen Übersetzungen länger gemacht, um den Verbrauch zu reduzieren)

Gibt es aber z.B. die Möglichkeit, die Untersetzung des VTGs zu verkürzen, kann man auch eine relativ lange Achsübersetzung wählen - günstiger auf der Straße und immer noch genug Durchzugskraft im Gelände.

Ein wenig berücksichtigen soll man übrigens immer, daß die Belastung des Antriebs durch größere Räder und kürzere Achsen zunimmt, weshalb man notfalls auf andere Achsen zurückgreifen muß.

Aus diesem Grund würde ich z.B. bei der Jeep-Standardausrüstung mit DANA 30 und DANA 35 größere Reifen als 33er nicht empfehlen.

Autoclaus
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Es grüsst der Ramius.
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