Ich habe einen E32
OK, den bin ich noch nicht gefahren. Ich muss zugeben, dass unsere BMW bei diesen Wetterbedingungen vor allem von der Elektronik (ESP mit Traktionskontrolle) stark profitieren, weil sie einfach so gut wie fast immer unter Kontrolle bleiben. Am liebsten fahre ich derzeit den 528i mit Handschaltgetriebe.
Beim Explorer ist es so, dass der keine Traktionskontrolle hat, sondern nur auf den Allradantrieb bauen kann. Das bringt ihm Vorteile auf unwegsamen Strecken, beim Zugebetrieb etc.
Aber man hat auch Nachteile: Wenn der Allradantrieb nicht aktiv ist, wird der Explorer zu einer typischen Heckschleuder. Auch der automatisch zuschaltende Allradantrieb nach dem Modellwechsel hilft da nur bedingt, weil der nur zuschaltet, wenn die Räder schon durchdrehen. Da kann man sich in engen Kurven beim Gasgeben schon mal querstellen, wenn man nicht höchst sensibel mit dem Gasfuß umgeht.
Was hat es eigentlich mit dem Getriebe aufsich, lese desöfteren von Getriebeschäden, sind die wirklich so anfällig? Mein E32 hat jetzt 271.000 km drauf, und schaltet butterweich
Es gibt aber auch ZF-Getriebe im BMW, sie schon bei 100.000 km abrauchen
Es ist eine Frage der Einsatzbedigungen und der Wartung. ZF-Getriebe sterben auch irgendwann an Kick-Downs, Kavalierstarts, fehlender Wartung, übermäßiger Steptronic-Nutzung, "Durchreissen" von R auf D im Stand, an der Ampel auf N stellen etc.
Bei ZF-Getrieben kann man aber z.B. problemlos zu ZF nach Dortmund fahren und dort einen Getriebeservice oder eine Überholung machen lassen. Beim Explorer muss man mit dem Getriebeölwechsel schon nach einer guten freien Werkstatt suchen... und Ford-Betriebe winken in der Regel dankend ab.
Um auf Deine Frage einzugehen:
Ich habe den "gefühlten Eindruck", dass die Ford-Getriebe im Explorer mehr leiden als die ZF-Getriebe im 7er, obwohl beide in der gleichen Gewichts- und Leistungsklasse angesiedelt sind.
Der Explorer ist nicht gut auf hohe Autobahntempi ausgelegt, wird oft im Zugbetrieb verwendet, wird gerne mal in der Stadt geheizt und wenn dann auch noch der Getriebeölwechsel geschlampt wird, ist es eben früher oder später vorbei. Getriebeölwechsel alle 45.000 km ist ein unbedingtes Muss (beim ZF-Getriebe reicht z.B. alle 80.000 km).
Ich würde davor nun keine übertriebende Angst haben (es gibt auch viele andere potentiell teure Reparatruren), aber das Getriebe muss beim Kauf absolut perfekt und weich schalten. Dann einen Getriebeölservice durchführen - und gute Fahrt!
