Ja, das dachte ich auch und im Augenblick bin ich deswegen noch immer begeistert. Zumal ich als Privatanwender mit gelegentlichem Mucken des VoIP gut leben kann. Auf ein solches Angebot hier im ländlichen Bereich habe ich bisher nicht mal mehr zu träumen gewagt.Der Hybrid Tarif ist neu und war mir unbekannt. Bei LTE-Verfügbarkeit und ohne Volumenbeschränkung hört sich das fast zu gut an um wahr zu sein.
Einziger Wermutstropfen:
Der zwangsweise einzusetzende Hybrid-Router (Speedport, Hersteller Huawei) ist teuer (249 EUR oder 9,99 EUR pro Monat), ist superleicht zu konfigurieren, macht aber erheblich mehr Schwierigkeiten als meine alte AVM Fritz Box 7270.
Da ist zum einen die integrierte DECT-Basisstation für DECT-Mobilteile im Haus, deren Verschlüsselung nicht abzustellen ist. Damit lassen sich handelsübliche DECT-Repeater zur Reichweitenverlängerung nicht anschließen und es gibt natürlich auch keine passenden Speedport-Repeater. So zumindest der Stand, den ich recherchieren konnte. Wer hier ein Reichweitenproblem hat, muss sich also etwas anderes einfallen lassen (evtl. VoIP-Basisstation von Gigaset + Repeater), was aber zusätzliche Kosten verursacht. Und weil sowohl AVM als auch Huawei Zusatzfunktionen für die angeschlossenen Mobilteile ermöglicht, kann ich bis auf Grundfunktionen meine "Fritz-Phones" nicht mehr voll nutzen. Also einmotten und einen Satz neue "Speedphones" kaufen. Also auch zusäzliche Kosten.
Des weiteren ist es mir bisher noch nicht gelungen, mein Google Chromecast, meinen HP WLAN-Drucker sowie meinen Panasonic Blue-Ray-Player wieder über WLAN anzubinden. Auch der WLAN-Repeater von AVM läuft (noch) nicht sauber. Ich bin da noch am Probieren und einige Endgeräte habe ich noch gar nicht angefasst. Aber rund 10 andere Endgeräte haben sich reibungslos wieder einbinden lassen.
Ist auf jeden Fall ein Projekt, auch zuhause. Und die Hürden liegen natürlich da, wo man sie nicht vermutet.
Trotzdem wollte ich halt meine Freude mich Euch teilen, denn ich habe es zuletzt als durchaus belastend empfunden, mit meiner Schnecken-Bandbreite (um selbst die mich mancher Dorfbewohner anderswo wohl beneidet) von der weiteren Digitalisierung unseres Alltagslebens ausgeschlossen zu sein. Wohlgemerkt: Wir unterhalten uns hier vom Sprung von 3,5 Mbit auf 16 Mbit, in Hannover kann in einigen Stadtteilen schon mit 150 Mbit gesurft und gestreamt werden. Das ist der Stand der Technik...