Zündprobleme

...aber legal und anständig ist!
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dirk68
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Zündprobleme

Beitrag von dirk68 »

Es geht nicht um den Explorer.
Mein kleiner Schlepper zündet nicht mehr.
Verbaut ist eine einfache Unterbrecherzündung, also Zündspule über Magnet erregt, Kondensator, Unterbrecher und Zündkerze.
Der Funke ist so schwach, dass ich den Abstand extrem reduzieren muss. Wenn ich bei offenem Unterbrecher an die Primärwicklung der Zündspule kurz eine 9V Batterie halte, habe ich einen super Funken.
Die Zündspule habe ich schon getauscht, den Unterbrecher gereinigt und den Kondensator durch einen anderen mit 0,3µF ersetzt. Der Unterbrecherabstand ist richtig eingestellt, 0,4mm bei OT. Es bringt aber nichts. Wenn ich den Motor drehe kommt kein Funke.
Hat jemand noch ne Idee.
Der Test mit der Batterie ist wie hier.
https://www.youtube.com/watch?v=bRrrVCSfFOo
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Solche Probleme kenne ich aus mehreren Bereichen, der Hauptgrund dürfte schlicht und einfach der Magnet in deinem Polrad sein. Bei alten Mopeds gab es diese Probleme öfter, man merkte es vor allem daran wie schwach dann die Beleuchtung geleuchtet hat. Aber auch bei 4-Takt Rasenmäher Motoren gab ist diese Probleme sehr oft, vor allem weil hier ja nur ein kleines Stück im Polrad magnetisch gewesen ist. Bei Anrieben mit 2-Takt Motor, oder auch vorhandener Lichtspule, sind die Magneten jedoch generell umlaufend im Polrad vorhanden! Ich kann mich erinnern das du geschrieben hast das dein Schlepper eine 11 Ampere Lichtspule hat, also müssten in diesem Fall die Magneten umlaufend vorhanden sein.

Diese Festmagneten verlieren leider manchmal im Lauf der Zeit deutlich an magnetischer Kraft und ohne einen ausreichend starkes Magnetfeld bekommst du keinen Zündfunken. Der Verlust der magnetischen Kraft kann viele Gründe haben, oftmals ist es eine ungünstige Hitzeentwicklung der Verursacher, manchmal aber auch Vibration. Ganz selten sind externe Magnetfelder der Grund, zum Beispiel starke Magneten, oder gar ein anderes Polrad, dass im ausgebauten Zustand direkt neben dem jetzt beeinträchtigen Polrad gelegen hat. Auch Schrauben und Muttern von einem zerlegten Motor können einem Polrad den Gar ausmachen, nämlich dann, wenn das magnetische Material großzügig im Polrad aufbewahrt wird und das möglicherweise auch über einen längeren Zeitraum.

Bekommst du kein gebrauchtes Polrad, dann ist das Wiederbeleben der geschwächten Magneten im Polrad durchaus möglich, dass gelingt manchmal mit aufgelegten starken Neodym Magneten. Willst du wieder elektrischen Bumms ohne Ende und sind eventuell sogar mehrere zusätzliche Lichtspulen vorhanden, dann fräse mittig aus den jeweiligen Magnetflächen im Polrad Öffnungen heraus und bringe dort flache viereckige Neodym Magneten ein, die du dann mit Epoxidharz einklebst. Die Mitte der Magneten bekommt man leicht heraus, dazu reicht ein leistungsschwacher kleiner Magnet, der dir die Mitte praktisch selbstständig anzeigen wird, wenn du ihn über die Polradinnenseine gleiten lässt. In einem Polrad sind umlaufend mehrere Magneten vorhanden, je nach Größe des Polrad mindestens 4 Stück, in manchen Fällen aber auch mehr, vor allem bei zusätzlichen Lichtspulen.
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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

Es ist ein frazöscher Schlepper mit französischem Motor und mein französisch ist unterirdisch, ab ich denke ich habe den Fehler.
Der Unterbrecher öffnet zur falschen Zeit. Jetzt habe ich mich durch französische Foren gequält und gefunden, wie man das einstellt.
Der Unterbrecher sitzt nicht auf der Kurbelwelle und hat einen eigenen Mechanismus zum Öffnen.

Bild

Unter der markierten Schraube ist ein Pin, der den Unterbrecher öffnet.
Den Zeitpunkt stellt man mit der Schraube ein.
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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

Läuft wieder wie neu.
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Wenn der Kontakt an der falschen Stelle geöffnet hat, dann wirst du aber wohl kaum ein Polrad haben, bei dem die Magneten umlaufend vorhanden sind. Andernfalls müsste ja wenigstens der Zündfunken stark genug sein, auch wenn die Zündauslösung bei der falschen Kurbelwellenposition erfolgt ist.

Aber wenn das Zündsystem schon so kompliziert aufgebaut ist, handelt es sich dabei um einen 4-Takt Motor? Die Franzosen bauen schon interessante Sachen, vor allem auch im PKW Bereich der früheren Jahre. Ich hatte damit schon mehrfach „Kontakt“ und so manches mal denkt man sich dann was die sich dabei wohl gedacht haben. Wenn es funktioniert und gut eingestellt ist, dann gibt es auch nur sehr selten Probleme, aber wehe da steckt mal der Fehlerteufel drin.

Mach mal ein Bild von dem Motor wo man mehr erkennen kann!
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Beitrag von dirk68 »

Der Motor ist ein 4-Takt Bernard W110 bis. Der Motor an sich ist als Standmotor echt super. Der hat richtig Kraft und läuft bei meinem seit 1959.
Er hat einen auf dem Schwungrad montierten Magneten.

Bild

Der Mechnismus für den Unterbrecher wird aber weiter hinten von der Kurbelwelle abgenommen, da wo auf dem obigen Bild das Kabel 43553 an der Seite raus kommt.

Bild

Das führt dazu, dass der Unterbrecher öffnet, wenn der Magnet schon zum Teil an der Zündspule vorbei ist. Bei mir war der Unterbrecher leicht verbogen und sorgte dadurch für die zu späte Öffnung. Da muss man aber erst mal drauf kommen.
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Beitrag von dirk68 »

Jetzt wo er wieder richtig läuft, kann ich ihn ruhigen Gewissens abgeben. Leider ist er zu leicht für den neuen Garten, sonst würde ich ihn behalten. Den kann ich beim Pflügen los lassen, mein Bier trinken und am anderen Ende dreht meine Frau ihn um und ich warte bis er wieder bei mir ist. Beim neuen Grundstück muss er aber aus einer Wiese einen Garten machen. Wenn ich hier den Pflug in die Erde setze, bleibt er mir durchdrehenden Rädern stehen. Da fehlen ca. 200kg. Deshalb habe ich mir den Holder E12 mit doppelten Gewicht zugelegt. Nur den Pflug behalte ich, da der um Längen besser ist, als der von Holder aus den 60ern.
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Beitrag von Wanne V8 »

Alt, aber gut, so sollte es sein. Wenn da bei so einem Arbeitsgerät ein wenig Kraft fehlt, oder besser gesagt eben Gewicht, dann kann man da auch nichts machen. Alte Technik wiederbeleben, dass macht ohnehin mehr Spaß als dieses neue Zeug, vor allem wenn da auch noch CDI Zündsysteme verbaut sind, die es eigenständig schaffen ab einer gewissen Drehzahl den Zündzeitpunkt auf früh zu verschieben.

Ich habe keinen großen Garten, also benötige ich auch keine motorisierten Hilfsmittel wie du, dass wichtigste ist halt das du das Teil wieder zum laufen bekommen hast. Jetzt muss nur noch das Wetter besser werden, dann kannst du dich richtig austoben.
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Beitrag von anncarina »

wie wäre es mit ner elektronischen Zündung??
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Beitrag von dirk68 »

Gab es die 1959 schon??
Das Teil ist noch im Originalzustand und soll verkauft werden.
Der neue Besitzer kann das gern ändern.
Ich schraube jetzt 2-Takt Diesel.
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:D :D :D
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