Fliesenleger/ Mauerer Tip gesucht

...aber legal und anständig ist!
Nene

Fliesenleger/ Mauerer Tip gesucht

Beitrag von Nene »

Hallo Leute,

bräuchte mal wieder nen Tip bzw. ne Hilfestellung die nix mit dem Explorer gemein hat.

Möchte auf unserer Terrasse (Betonplatten 60x40cm) verfugen.
Allerdings sollte der Fugenmörtel ungefähr wie ein Schamottmörtel sein, sprich nicht so "Endfest" wie normaler Fugenmörtel sein.

Der Hintergrund ist das die Platten schwimmend liegen und mit Granitstaub verfugt sind. Nun würde ich eben gerne die oberen 3-4mm der Fuge etwas "verfestigen" damit man beim Kehren nicht ständig den Granitstaub rauskehrt.

Das diese Art von Verfugen natürlich keine Dauerlösung ist und immer wieder mal nachgearbeitet werden will ist mir bewußt.
Ich muß aber keine verklebten Platten vor Nässe und Frost schützen, da ja schwimmend verlegt.
Über Winter, eher Spätherbst ist die gesamte Fläche übrigens immer abgedeckt.

Über eine regelmäßige Auffrischung dieser Arbeit bin ich mir bewusst, aber das optische Bild ist dadurch sicher schöner.

Kann mir jemand von Euch ein gutes Mischungsverhältnis (Quarzsand-Zement-Kalk) dafür nennen?
Wie gesagt, eher so wie Schamottmörtel, also ruhig leicht aussandend beim Abkehren.

Vielen Dank schon mal in Vorfeld.
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begab
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Beitrag von begab »

Hallo Bernhard,
ich nehme mal an, dass die Terassenplatten auch untergründig mit dem "Granitstaub" (feinkörniger Bruchsplitt) schwimmend verlegt sind.
Wenn das der Fall ist, würde ich die Fugen nicht in dem von dir beschiebenen Sinne verschließen/versiegeln. Du hättest nach jedem Winter nur einen "tollen Spaß" mit dem Frostbruch.
Lass es offen wie es ist - ist die beste aller Lösungen! Besorge dir lieber "Reservesplitt" und kehre die Lücken nach.

Das bisschen "Raus-/Reinkehren" während des Säuberns ist evtl. ein Ärgernis - aber in Anbetracht einer jährlichen (Fugen)Reparatur absolut marginal. ;)
sonnigen Gruss
Bernd

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Ingedermutige
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Beitrag von Ingedermutige »

Moin moin.
Wenns wirklich dauerhaft sein soll, ist wichtig ob die Terasse überdacht und/oder Gefälle hat (stehendes Wasser + Frost =Eis). Dann ist es auch sehr aufwendig.
Wenn du aber nur was brauchst was günstig ist und ein paar Jahre hält würde ich zu Trasszement oder speziellem Pflasterfugenmörtel raten.
Ist einfach anzuwenden und hält ein paar Jahre. Die sind einigermaßen flexibel und gleichen dadurch Temperaturbedingte Spannungen aus. Aber weitgehend Wasserdicht! Also Gefälle oder Überdachung damit du nicht in den Pfützen stehst.
Willst du wirklich Kalkzementmörtel nehmen dann:
Kalk/Zement/Quarzsand = 2/1/8 bis 2/1/12
Der Kalk macht die ganze Sache flexibler.
Randfugen flexibel lassen (schwimmend)!

Ingedermutige
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Nene

Beitrag von Nene »

Hi,

also der Unterbau ist Split darauf liegen die Platten die mit Granitstaub verfugt sind.
Die Terasse hat 2 Grad Gefälle, zusätzlich ist noch eine Ablaufrinne in der Mitte (quer über die gesamte Länge) eingebracht worden.
Ca. 25qm werden heuer noch überdacht, die restlichen ca. 70qm sind nicht überdacht.

Es muß keine Dichtigkeit erreicht werden, soll lediglich beim Kehren oder mal Abspritzen nicht ständig das Fugenmaterial (Granitstaub) rausgekehrt/gewaschen werden.
Selbst nach nem stärkeren Regenschauer liegt ja immer der Granitstaub auf den Platten.

Der Fugenmörtel sollte halt leicht Bröselig aussehen (eben wie Schamottmörtel), da dies natürlicher wirkt.
Wenn ich das dann alle paar Jahre wieder erneuern muß, macht mir das nichts aus.
Normaler Fugenmörtel wie bei Fliesen möchte ich halt nicht, da mir das optisch nicht zusagt.
Falk

Beitrag von Falk »

Habe i.M. ein ähnliches Problem an der Backe. Meine Grundstücksmauer aus Natur-/Sandstein muss neu verfugt werden.

Traskalk schein m.E. das einzigste sinnvolle zu sein.
Wird nicht so hart wir Traszement oder andere Mischungen mit Zementanteil.
http://www.schwenk-putztechnik.de/Downl ... M-TM-5.pdf

Laut Datenblatt auch für deine Zwecke brauchbar.
Nene

Beitrag von Nene »

Vielleicht hilft's was:

Bild


Bild
Nene

Beitrag von Nene »

Falk, Danke!
Klingt gut, aber mal abwarten was Inge dazu meint.
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Ingedermutige
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Beitrag von Ingedermutige »

Trass ist immer gut weils nicht vollständig hydraulisch abbindet. Ist so ungefähr wie sehr fester Lehm.
Wußte gar nicht das man Trass auch mit Kalk mischen kann.
Würd es entweder mit den dafür vorgesehenen Pflasterfugenmörtel (teuer und hält auch nicht ewig), Flexiblem Fliesenfugenmörtel (teuer, seeehr schwierig in der Anwendung und nicht für alle Platten geeignet) oder auf Trassbasis verfugen.
Trass wär mein Favorit. Halten tuts aber auch nicht ewig! Aber eben ausreichend.
Bei soner kleinen Fläche würd ich das mal mit Trasskalk probieren und wenns in 4 Jahren wieder draußen ist dann mit Trasszement. Länger als 10 Jahre hält gar keine Fugenmasse vernünftig und ist optisch noch ansprechend.
Bei Beton kannste auch nich viel falsch machen.
Denk lieber an die flexible Randverfugung. Die ist wichtig!!! Sonst kommt die ganze Schei... hoch oder drückt dir die Borde weg.
Wenn dich das sanden (der Staub nach dem Fegen oder Kärchern) stört, wirste mit latend hydraulischen Bindemitteln schon ein besseres Ergebnis haben als ohne.
Aber eben nicht das perfekte.

gar nix = starkes sanden und Fugenauswaschungen

besser:
Trass = viel weniger sanden und Auswaschungen (latend hydr., flexibel,leicht zu verarbeiten)

noch besser:
Kalk = noch weniger .... (hydr., flexibel, schwerer zu verarbeiten)

richtig gut:
Zement= kein ..... (hydr., starr sehr schwierig zu verarbeiten (Fachmann))

je besser desto teurer
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Ingedermutige
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Beitrag von Ingedermutige »

Achja. Beim verfugen unbedingt an einer nicht sichtbaren Fläche oder an ner Platte die noch irgendwo als Ersatz rumliegt ausprobieren. Aufs Wetter achten.
Wenns zu heiß ist und die Platten sehr porös kann es passieren das dir der Mörtel auf den Platten anbrennt. Dann hast nen schönen Schleier drauf oder die Poren bekommen die Farbe der Fugenmasse. Je hydraulischer, umso schlimmer. Deswegen sollten die teuren Profiprodukte auch nur vom Profi eingebracht werden
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Beitrag von whomadewho »

sehr schöne terrasse .

so wie das aussieht sind die platten fast ohne fuge verlegt ,
leider ; wie und wo soll da der fugenmörtel plats finden ?

so , eigentlich brauchst du 5-6mm fugenbreite , und du musst die fuge auf die hälfte oder besser 2/3 der tiefe auskratzen um dem mörtel die chance
zu geben in sich zu verfestigen !

aber gut , du willst ja eigentlich garnicht verfugen sondern was zum reinbrösseln .
da ist steinmehl eigentlich das beste !!
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Beitrag von guidolenz123 »

Wir haben auch so eine (aber nicht so schöne) Terrasse. Bei uns ist Quarzsand dazwischen. Wo es nicht überdacht ist, wächst eh gern was Natürliches wie Moos oder Gras oder dergleichen und wo es nicht hinregnen kann sammeln sich in den Fugen gern das Fell von Katz und Hund. Wir kehren/kratzen und füllen danach wieder auf. Ich denke ,damit hast Du den wenigsten Folgeärger.
Gruß Guido
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Falk

Beitrag von Falk »

Gerade drüber gestolpert.

Für Fugen ab 3mm der Spezialist --> www.pflasterfugenmoertel.eu/pflasterfugenmoertel/

Verschiedene Farbtöne. Scheinbar einfache Verarbeitung.
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Die Terrasse wie Nene sie hat (sehr cool) wird nicht gefugt.. :wink:
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Ingedermutige
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Beitrag von Ingedermutige »

@Alterspinner
Totaler Quatsch!
Wird nicht gefugt weils in der Regel sehr günstig sein soll.

Ließ dir mal die Bestandteile des Pflasterfugenmörtels durch.
Da ist 60% Grobzuschlag drinn weil normale Pflasterfugen größer sind.
Bei kleineren Fugen muß der Zuschlag nur entsprechend feiner werden.
Schau dir einfach mal ne Zubereitung für Beton an, dann weißt du was ich meine.
Du kannst auch Fugen von 0 bis ... verfugen. Frag mal einfach nen Fachmann.
Davon abgesehen ist da ne Fuge. Fugen lassen sich verfugen. Punkt!

Und wenn du keine Ahnung hast dann einfach mal ...
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Ingedermutige
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Beitrag von Ingedermutige »

Krieg ich echt nen Hals!
Man! Wenn ihr Vermutungen habt dann kennzeichnet dies bitte auch als Vermutungen und nicht als Wissen! :evil:
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