Spuverbreiterungen? Oder lieber doch nicht?

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DerChef
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Spuverbreiterungen? Oder lieber doch nicht?

Beitrag von DerChef »

Hallo zusammen!

Ich hatte die Absicht, in naher Zukunft endlich endwas für die Optik meines 95er XP II zu tun und mir ein paar Spurverbreiterungen zuzulegen.
Natürlich habe ich erstmal das Forum nach dem Suchbegriff "Spurverbreiterung" durchsucht. Was mich jetzt allerdings stark verunsichert, ist, daß viele Leute hier wohl die Erfahrung gemacht haben, daß so etwas überhaupt nicht gut für die Radlager ist.
Es gibt auch welche, die offenbar solche Probleme garnicht haben.

Gibt es irgendwo konkrete Infos, ob Spurverbreiterungen tatsächlich so schädlich für die Radlager sind, bzw. unter welchen Bedingungen?

Mein Explorer hat jetzt 165.00 km auf der Uhr und die Lager scheinen noch bestens in Ordnung zu sein.

Vielleicht trifft auch nur der alte Spruch zu: "Wer schön sein will, muss leiden." ;)
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flashman
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Beitrag von flashman »

Rein physikalisch betrachtet, kommt das Rad weiter nach außen, was eine Veränderung der Belastung der Lagerflächen bedeutet. Zudem vergrößert sich natürlich der Hebel geringfügig.

Rein statistisch gesehen, mag eine Spurverbreiterung das Leben des Radlagers zwar verkürzen, aber wahrscheinlich nur in Regionen, die sich sowieso innerhalb des Rahmens des regulären Lebenszyklus des Radlagers bewegen. (Dreifacher Genitiv..Holla)

Es gibt ja genug Felgen mit viel geringeren und damit stark negativen Einpresstiefen, die man regulär fahren kann. So fahre ich auf meinem Jeep, der an der Vorderachse quasi das gleiche Radlager hat, Felgen mit ET -28. Das enspricht einer Spurverbreiterung von 6cm pro Seite - das Doppelte von normalen Spurverbreiterungen.

Mein persönliches Fazit wäre also: Wenn Du sowas willst, greif zu. Wenn die Radlager dann doch Hops gehen, wären sie auch ohne SVB bald hin gewesen. bei 165.000km kann das schon passieren.

Flashi :)
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Long time ago in no man`s land, far away from home: http://www.youtube.com/watch?v=llO-U5FO4A0
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Rusty Nail
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Beitrag von Rusty Nail »

Hallo Chef,

der Spruch trifft's ganz gut. Die Wahrscheinlichkeit das sich Deine Radlager schnell Verabschieden ist mit einer Spurverbreiterung (oder auch Breitreifen mit einer geringeren Einpresstiefe) höher. Das liegt ganz einfach an dem größeren Hebel der dadurch entsteht.
Es kann sein das Du damit nie Probleme hast ( ich hatte nen Dodge Dakota mit 32" Rädern und ET-50 also schön breit da war nie was über 80tkm), ebenso können die Lager auch nach 50km die Segel streichen. Nennen wir das mal "Serienstreuung".
Ich persönlich würde es lassen. Dann lieber insgesamt breitere Räder drauf, die auf etwas mehr nach innen gehen. Dann Verteilt sich das ganze wieder besser.
LG Elmar

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...immer noch auf der dunklen Seite der Macht.
Hyaene
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Beitrag von Hyaene »

Also meiner erfahrung nach, reißen dei spurverbreiterungen zu sehr an der lenkung, und een radlagern, da sie die reifen zusehr rausbringen,

Obwol ich jetz selber erlche in 6 mm fahre, damit die reifen nicht alsosehr am ramen beim verschrenken scheiern.

(felge hat original et+9 ist jetz also auf et+3) idealwert ist eigentlich ET0
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Crizz
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Beitrag von Crizz »

Ich würde in jedem Fall einer entsprechenden Felge den Vorzug geben, allerdings aus anderen Gründen. Ich hab mittlerweile zuviele Berichte von abgerissenen Radbolzen gelesen, und die SV´s die ich mir gebraucht günstig geschossen hatte haben sich nach dem Glasperlstrahlen als rissig erwiesen - einfach ein zu hohes Sicherheitsrisiko.

Man kann zwar auf Drehmoment achten wie man will, spätestens wenn´s mal ebbes hektischer zugeht wenn ein Rad unten ist läuft man Gefahr, nicht so genau drauf zu achten und irgendwann hat man den Salat.
z.zt.leider ohne Explorer..... Historie : 90er XLT Shifter, 98er XLT, 2006er Eddie Bauer V8
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kewa2000
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Beitrag von kewa2000 »

hallo miteinander,

ich habe mir spurverbreiterungen gegönnt und es sieht toll aus, 6 cm pro achse.
ein radlager hat sich schon vorher verabschiedet.
das fahrverhalten ist kein bischen schlechter geworden.
zu den abgerissenen radbolzen soviel, das hatte ich auch aber aus folgendem grund.
wenn die distanzscheiben montiert werden dann müssen die original radbolzen bündig mit der vorderkante distanzscheibe sein. bei mir waren die bolzen 0,5 cm zu lange und dadurch hat die felge nicht auf der distanzscheibe aufgelegen sonder auf den bolzen. nach ca 500-800km viel mir auf das ich vorne eine unwucht hatte und es beim kurven fahren so komisch klackerte. ich dachte schon es ist weiß was und sah schon wieder $$ zeichen. das einfachtste hatte ich zuerst gemacht und die räder wuchten lassen und dabei stellte man fest das vorne 3 radbolzen abgerissen waren, was hatte ich für ein glück das kann schlimm enden.
es wurden alle radbolzen gekürzt und ich hatte auch kein problem mehr seitdem.
wohlgemerkt die spurverbreiterung wurde auch von der gleichen fachwerkstatt montiert.

gruß kewa :oops:
Dani
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Beitrag von Dani »

Deine Geschichte entsetzt mich :shock:

Du hast beim montieren NICHT gemerkt das die Bolzen zu lange sind :shock:
Falk

Beitrag von Falk »

Noch mehr entsetzt mich dieser Satz:
wohlgemerkt die spurverbreiterung wurde auch von der gleichen fachwerkstatt montiert.
:shock: :o

Wenn man nicht alles selber macht.............
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kewa2000
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Beitrag von kewa2000 »

hallo,

nein ich habe das nicht gemerkt weil ich es von einer fachwerkstatt habe machen lassen.
wenn man sich auf einen verläßt, dann ist man verlassen, heißt ein spruch.
aber wenn es so währe, dann währe es auch schade.

einfach glück gehabt

gruß kewa
XP4,0

Beitrag von XP4,0 »

Hi,

hab den XP meiner Frau vor 6 Jahren mit 48000 km gekauft, da ich Originalfan bin, habe ich die Black Edition Alu´s auch drauf gelassen, und rundum 6 cm Spurverbreiterungen drauf.
Er hat nun 125000 km, und absolut keine Probleme.
Der Wagen liegt deutlich besser in der Kurve, und es schaut auch wesentlich besser aus, da die Reifen nun fast bündig mit der Verbreiterung sind. Ebensowenig machen mir die Radlager Probleme.
Sie verrichten absolut unauffällig Ihren Dienst. Und vor allem, es sind noch die ersten Lager.
supermoto
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Beitrag von supermoto »

@XP4,0
Pro Achse 6cm, oder pro Rad??

Gruß Dirk
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Grisu
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Beitrag von Grisu »

Ich denke Optik hin oder Optik her, ist eigentlich Nebensache.

Was mich an einer Verbreiterung stört, dass bei 'Breitreifen' die Flanken des Fahrzeugs immer verspritzt, verdreckt und schmutzig sind. :x

Ich fahr auf meinem 255/55R18. Lieber mehr Zoll als Breite. :D :D

(Was Cayenne und Touareg können, kann mein XP schon lange!) :P
Ich bin a Clubberer! Fei wärgli! Bild

Habe leider keinen Explorer mehr.
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rocomat
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Beitrag von rocomat »

Sehe ich das richtig, das z.B. bei meinem U2 1997 SOHC bei 60cm SVB immer die Radbolzen gekürzt werden müssen (abflexen?), bei 70ern es aber so geht?

Ich habe einfach mal den zollstock bei angebauten Rad drangehalten, da haben die Bolzen schon 3cm länge.

Noch eine Frage:

warum schreiben die bei Eibach dazu: nicht bei Stahlfelgen verwenden? Hängt es damit zusammen, das es Alu SVB sind? Bei H&R Alus sind Stahlfelgen "erlaubt".
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XP-Cowboy
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SPV

Beitrag von XP-Cowboy »

Hallo,

ich fahre auf meinem XP 50mm pro Rad, also 100mm pro Achse.
Das ganze ist lt. Kaufbeleg seit mehr als 6 Jahren drauf und dürfte so ca. 100.000 Km sein.
Sie sind aus ALU und die Radbolzen passen ganz genau.
Vor kurzen habe ich ein neues Radlager gebraucht, das wahrscheinlich sowieso dran gewesen wäre.

Ich halte das Fahrverhalten mit SPV für besser, gerade in Kurven.

Wenn ich andere XPs neben, vor oder hinter meinem vergleiche, gefällt es mir alleine vom Aussehen ungemein.
Leider sehen doch die 255er auf dem XP wie Fahrradreifen aus.

Ich selbst hatte die Räder schon mindestens 5-10x in 4 Jahren ab, habe sie immer lt. vorgegebenen Drehmoment abgezogen und noch nie Probleme damit gehabt.

Meine Meinung dazu, ICH würde sie immer wieder kaufen.

Gruß Thomas
Ford Explorer - einfach weil`s Spaß macht !
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rocomat
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Beitrag von rocomat »

Sie sind aus ALU und die Radbolzen passen ganz genau.
Dann hat der Vorbesitzer sie wohl gekürzt. Bei 50mm = 2,5 cm Pro Aufnahme dürfte der Stehbolzen ja nur 2,5 max Serienmässig sein. Das scheint mir viel zu kurz.
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